Offen nutzbare Materialien zum Thema Kollaboration

Kommenden Montag findet am Pädagogischen Landesinstitut in Rheinland Pfalz ein Lerntag zum Thema Kollaboration statt, den ich vorbereitet habe und auch durchführen werde. Da ich allerdings nicht vor Ort dabei sein kann, sind mehrere Bestandteile auch digital vorbereitet. Das hat viele Vorteile:

  1. Zur Not, wenn die Technik streikt, haben wir ein BackUp und die Veranstaltung funktioniert trotzdem.
  2. Alle Teilnehmenden (und auch interessierte Mitarbeiter*innen, die aus zeitlichen oder gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen können), können die Materialien auch eigenständig durchschauen oder nach der Veranstaltung für sich selbst vertiefen.
  3. Menschen wie Du, die von der Veranstaltung bis jetzt wahrscheinlich noch gar nichts wussten, aber diesen Blogbeitrag gefunden haben, können die Materialien entweder direkt für eigene Veranstaltungen nutzen – oder sie als Inspiration für eine eigene Konzeption nutzen.

Soweit nicht direkt auf dem Material anders angegeben, stehen alle Materialien stehen unter der Lizenz CC0 1.0. Du darfst sie also ohne weitere Lizenzangabe verwenden. Über einen Hinweis auf das eBildungslabor freue ich mich natürlich.

Bevor es losgeht: Was mir wichtig war!

Auch wenn ich im eBildungslabor das, was ich erstelle, in der Regel immer offen teile, sind meine Materialien von Veranstaltungen oft nur eher schwierig weiternutzbar. Meist habe ich einfach nur Folien – mit denen aber außer mir niemand etwas anfangen kann, weil nur wenige Stichpunkte bzw. sogar nur Bilder darauf zu sehen sind. Und ganz viel mache ich auch völlig ohne digitales Material.

Bei dieser Veranstaltung habe ich mir jetzt aber bereits bei der Konzeption überlegt, wie vielleicht mehr weiternutzbare Inhalte als sonst entstehen könnten. Das bot sich auch deshalb an, weil die Veranstaltung hybrid stattfindet und ein Backup deshalb sinnvoll erscheint.

Im Ergebnis sind nun mehrere, kleine Bausteine entstanden, die sich – hoffentlich – auch unabhängig von meiner Veranstaltung und im Rahmen einer ganz anderen Konzeption nutzen lassen. Das finde ich eine gute Sache – und werde versuchen, so etwas auch zukünftig mehr im Blick zu haben.

Videos zum Einstieg – inklusive interaktiver Übungen

Das erste Material beinhaltet drei Videos zu grundlegenden Fragen zu Kollaboration: Was ist Kollaboration? Warum ist Kollaboration eine gute Idee? Was sind Gelingensbedingungen für Kollaboration?

Das besondere an den Videos ist, dass sie inklusive Übungen sind (meist in Form von Murmelrunden), so dass sie interaktiv genutzt werden können, d.h. Kollaboration kann direkt ausprobiert werden.

Methoden zum Ausprobieren

Außerdem gibt es drei Kollaborationsmethoden zum Ausprobieren. Alle drei sind mithilfe eines jeweils kurzen Foliensatzes erklärt. Inhaltlich thematisieren sie die Gelingensbedingungen aus dem obigen Video: Das Wozu, das Was und das wer von Kollaboration.

Da die einzelnen Schritte auf den Folien sehr detailliert dargestellt sind, sollten die Methoden auch ohne größere Vorbereitungen nutzbar sein.

Für Methode 3 benötigen die Teilnehmende zusätzlich diese Checkliste:

Für das Wie? der Kollaboration gibt es keine explizite Methode zum Ausprobieren, aber ich verweise auf diesen Blogbeitrag zum Thema ‚Master-Doc‘, mit dem Kollaboration wunderbar organisiert werden kann.

Team Canvas mit Audio QR-Codes

Bei der Veranstaltung werden die Teilnehmenden außerdem einen Team-Canvas als ein konkretes Instrument zur Zusammenarbeit kennenlernen. Da wir die Möglichkeit bieten wollen, dass sich die Gruppen damit z.B. auch nach draußen setzen können oder sich die Inhalte bei einem gemeinsamen Spaziergang erarbeiten können, haben wir das Format eines Ausdrucks mit QR-Codes gewählt. Diese QR-Codes führen jeweils zu einem kurzen Audio, welches erklärt, wie der jeweilige Bereich ausgefüllt werden sollte.

Falls sich die QR-Codes bei der einen oder anderen Person nicht scannen lassen, gibt es den Canvas hier auch als H5P-Inhalt:

(Die Audio-Nachrichten sind zum Teil sehr speziell auf die Gruppe am Montag zugeschnitten. Eine direkte Weiternutzung wird bei diesem Material somit also wahrscheinlich eher schwierig sein. Aber vielleicht hilft es Dir als Anregung zum Nachbasteln.)

Fazit

Ich wünsche Dir viel Freude beim Erkunden und Weiternutzen!


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