Flinga: Offenes Brainstorming-Tool, kollaborative Mindmap & Whiteboard

Veröffentlicht am 28.8.2019

Als Online-Kollaboration-Tool für Brainstorming Zwecke und Evaluationen nutze ich sehr gerne ONCOO. Die Funktionsweise dieser Tools habe ich in einem früheren Blogbeitrag vorgestellt. Neu ausprobiert habe ich nun das finnische Tool Flinga.

Was ist Flinga?

Flinga ist ein webbasiertes Tool, mit dem sich sehr einfach Online-Kollaborationsumgebungen gestalten lassen. Grundsätzlich steht eine Brainstorming-Umgebung (Flinga Wall) und ein kollaboratves Whiteboard (Flinga Whiteboard) zur Auswahl zur Verfügung. Die anbietende Person einer Online-Kollaborationsumgebung muss sich bei Flinga zur Nutzung kostenfrei registrieren und kann dann direkt die gewünschte Kollaborationsumgebung anlegen. Lernende können diese Umgebungen dann ohne Registrierung nutzen. Zum Teilen wird ein direkter Link, ein Code zum Eingeben und ein QR-Code zur Verfügung gestellt.

Die Einrichtung von Flinga-Umgebungen ist auf 5 Stück begrenzt. Wer das Maximum erreicht hat, muss eine frühere Umgebung löschen, um eine weitere anlegen zu können.

Was sind die Vorteile von Flinga?

Mir gefallen an Flinga mehrere Aspekte sehr gut:

Wie funktioniert Flinga praktisch?

Die Nutzung von Flinga habe ich in diesem kurzen Screencast-Tutorial gezeigt:

Wie kann ich Flinga zum Lehren und Lernen nutzen?

Der Einsatz von Flinga ist sehr vielfältig möglich: Einstieg in ein Thema und Aktivierung von Vorwissen, Sammlung von gemeinsamen Fragen während eines Vortrags zur anschließenden Beantwortung, kollaboratives Brainstorming zur Ideenfindung zu einer bestimmten Herausforderung, abschließende Reflexion eines Lernprozesses, kollaborative Kuratierung von Online-Inhalten …

Durch die vordefinierten Struktursymbole beim Whiteboard eignet sich dieses auch für komplexe, kollaborative Mindmaps. Aus dem Bereich der zivilien Konfliktbearbeitung kenne ich den Einsatz von Flinga für ein Akteursmapping einer bestimmten Kofliktsituation. Das lässt sich sicherlich auch auf weitere Bereiche übertragen.

Neben der einfachen Einrichtung und Nutzung der beiden Tools Wall und Whiteboard lassen sich auch so genannte ‘Activities’ nutzen. Hierüber können mehrere Fragestellungen/ Probleme im Vorfeld in die Online-Kollaborationsumgebung eingetragen werden. Die Lernenden werden dann nacheinander mit diesen konfrontiert und können ihre Einträge dazu vornehmen. Auf diese Weise lassen sich auch ‘strukturierte’ Brainstorming/ Reflexions-Angebote gestalten.

Und was ist mit dem Datenschutz?

Die Nutzungsbedindungen des Tools finden sich auf englisch. Die Datenschutzerklärung lediglich auf finnisch. Ohne Gewähr ergibt meine Online-Übersetzung die folgenden wichtigen Punkte:

Auch vor dem Hintergrund des Datenschutzes kann Flinga somit grundsätzlich empfohlen werden.

Los geht es!

Hier kannst Du das Tool direkt ausprobieren. Und über den Twitter-Hashtag #flinga haben einige Personen Beispiele zur Nutzung geteilt, von denen man sich inspirieren lassen kann.

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