Zurück am Schreibtisch

Nach einer Woche Osterpause war ich heute den ersten Tag wieder ’normal‘ am Schreibtisch, wobei ich auch zuvor schon nicht richtig Urlaub gemacht habe. Das hebe ich mir für den Sommer auf :-)

Heute stand dann vor allem die Vorbereitung der Edunautika auf dem Plan. Unser konzipiertes Edunautika-Riesenspiel nimmt Gestalt an. Ich habe die insgesamt 16 Herausforderungen ausformuliert und Hintergrundinformationen dazu recherchiert. Das Ziel der Edunautika wird es dann sein, diese in immer wechselnden Kleingruppen zu bearbeiten und so zu einem intensiven Peer-to-Peer Austausch zu kommen. Ich bin gespannt, wie die Idee klappen wird. Besonders neugierig bin ich auf die aufgenommenen experimentellen Herausforderungen. Meine Lieblings-Herausforderung in diesem Sinne ist ein Statuentheater – eine theaterpädagogische Methode aus dem Theater der Unterdrückten von Augusto Boal, das sich leicht auf den Bildungskontext übertragen lässt. Es ermöglicht den Teilnehmer*innen, erstens Klarheit über einen Ist-Zustand zu erhalten, zweitens ein mögliches Idealbild zu der Situation zu entwickeln und drittens den Übergang zwischen Realbild und Übergangsbild zu inszenieren. Das Statuentheater findet rein pantomimisch statt.

Hier ist unsere Beschreibung dazu:

  • Eine Person aus eurer Gruppe übernimmt im folgenden die Rolle einer Bildhauer*in. Alle anderen stellen sich vor sie auf. 
  • Die Bildhauer*-Person beginnt nun in einem ersten Schritt aus den anderen Gruppenmitgliedern ein Standbild zu gestalten, das deutlich macht, wo bisherige Mängel beim Lernen liegen. Die anderen Personen können Rückmeldungen dazu geben. Alle merken sich, wie ihre Haltung in dem Bild ist.
  • Im nächsten Schritt wird ein Idealbild von der bildhauenden Person erstellt, wie Lernen optimalerweise aussehen sollte. Wieder kann von allen Beteiligten Feedback gegeben werden und alle merken sich ihre Haltung in diesem Idealbild.
  • Anschließend stellt sich die Gruppe wieder ins Realbild und bewegt sich von dort langsam ins Idealbild. Die zuvor bildhauende Person kann den Veränderungsprozess aufzeichnen.
  • Gemeinsam können der Prozess und die gemachten Erfahrungen reflektiert werden.

Ich werde diese Methode sicher auch in Kürze in einem meiner Workshops ausprobieren.

Jetzt bereite ich mich noch auf den morgigen Tag vor. Da werde ich mich mit einem Kollegen der Evangelischen Kirche Berlin Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) treffen, um ein didaktisches Konzept für das Lernen von Haupt- und Ehrenamtlichen zu Datenschutz und digitaler Mündigkeit auszuarbeiten.


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