Ein motivierender Tag in Berlin zu KI und OER

Heute war ich in Berlin zum Halbfachtag KI und OER in der beruflichen Bildung, der von der dafür zuständigen Senatsverwaltung in Kooperation mit dem iRightsLab gestaltet wurde. Ich hatte eine doppelte Aufgabe:

  • Zum Einstieg habe ich nach einem Impuls zu KI in das Thema OER eingeführt und die Verbindung zu KI hergestellt (Kurz zusammengefasst: OER werden aus meiner Sicht im Kontext von KI deutlich wichtiger und nicht überflüssig, wie man ja meinen könnte, da mit KI-Tools jede Menge gemeinfreier Inhalte auf Knopfdruck gestaltet werden können. Das begründe ich vor allem damit, dass man die besten Inhalte mit KI dann erhält, wenn man Input eingibt. Aus einem OER kann ich deshalb dank KI ganz viele weitere OER gestalten. Das bedeutet also, dass die Remix-Perspektive von OER an Bedeutung gewinnt. Außerdem kann der Kollaborations- und Teilen-Ansatz von OER relevant sein, um einen konstruktiven Umgang mit KI im Kollegium zu erreichen)
  • Anschließend war ich für eine zweimalige Durchführung eines Workshops zu KI, H5P und OER (= ein absolutes Dream-Team!) verantwortlich.

Mit meinem Impuls war ich halbwegs zufrieden (Ich will noch besser lernen, ruhiger in ein Mikrofon zu sprechen). Richtig klasse fand ich dann den Workshop, was vor allem an sehr aufgeschlossenen und motivierten Teilnehmer*innen lag. Ich habe nur kurz eingeführt und die grundsätzlichen Möglichkeiten grob umrissen (Beispiel: ein Transkript eines OER-Youtube-Videos kopieren, mithilfe eines Sprachmodells passende Lerninhalte generieren lassen und diese dann über Texteingabe Copy & Paste in H5P einzufügen). Danach war Hands-On angesagt, was sehr lebendig und mit sehr vielen Fragen genutzt wurde.

Im Ergebnis habe ich jetzt den Eindruck, dass die Kolleg*innen mit vielen neuen Ideen nach Hause gehen und schon ausreichend und zu ihren Themen experimentiert haben, so dass der Impuls hoffentlich nicht einfach verpufft. Außerdem waren viele mit dem Anspruch da, das Gelernte an Kolleg*innen weitergeben zu wollen. Also alles insgesamt: sehr viel Wirkung! So etwas ist sehr motivierend 🙂.

Davor habe ich mich noch mit einem Kollegen aus der evangelischen Kirche getroffen und wir haben gemeinsam darüber nachgedacht, wie man Online-Lernen zu Datenschutz, IT-Sicherheit und IT-Grundlagen gut und motivierend gestalten kann, so dass das nicht als ‚Pflichtschulung‘ eingeordnet wird, sondern den Beteiligten tatsächlich etwas bringt. Wir werden wahrscheinlich weiter konzeptionell zu der Herausforderung zusammenarbeiten (und dabei z.B. auch überlegen, welche Verknüpfungsmöglichkeiten sich mit Vor-Ort-Peer-to-Peer-Lernen ergeben). Ich denke, das kann ein sehr spannendes Projekt werden!

PS. Was mich sehr freut: Viele Menschen geben positives Feedback zu der für mich noch recht neuen Art und Weise von ‚Kritzelpräsentationen‘. Das freut mich sehr, weil mir das Kritzeln und der damit verbundene ‚Storytelling-Ansatz‘ von Präsentationen auch selbst sehr viel Spaß macht. Hier drei exemplarische Folien von heute mit den beiden fiktiven Personen Pierre und Katharina ;-)


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