Ausgabe 80 meiner Edumail 🎉

Heute habe ich die April-Ausgabe meiner Edumail geschrieben und versandt. Es war die 80. Ausgabe – und damit ein kleines Jubiläum, was ich zum Anlass genommen habe, über dieses jetzt schon 6 Jahre laufende Projekt von mir zu reflektieren.

Auf der Soll-Seite steht dabei:

  • Es ist jeden Monat von Neuem ein relativ großer zeitlicher Aufwand, mir eine Struktur zu überlegen und die Texte zu verfassen. (Inzwischen blocke ich mir dazu einen Arbeitstag gegen Ende jedes Monats im Kalender)

Auf der Haben-Seite steht um einiges mehr:

  • Das Schreiben der Edumail ist für mich eine sehr lieb gewonnene Routine, mit der ich einmal im Monat überprüfe, ob ich alles, was ich gemacht habe, auch zum Teilen aufbereitet habe. Wenn nicht dann ist die Edumail der Anlass, um die noch fehlenden Sachen nachzubereiten.
  • Mit dem Schreiben der Edumail lasse ich den zurückliegenden Monat noch einmal Revue passieren und reflektiere darüber, was ich gemacht habe. Das hilft, um wo nötig loszulassen und auch um Prioritäten für den nächsten Monat zu setzen.
  • Ich habe mir mit der Edumail eine Vernetzungs- und Kommunikationsmöglichkeit aufgebaut, über die ich selbst die Hoheit habe. Dazu musste ich einiges lernen. Insbesondere, dass ich mich nicht auf externe Newsletter-Anbieter verlassen sollte, sondern besser über meine eigene Website versende. (Zu Beginn habe ich via Revue versandt. Ein eigentlich sehr sympathisches Start-Up, das sich dann aber irgendwann von Twitter hat aufkaufen lassen und nach dem Musk-Kauf von Twitter abgewickelt wurde)
  • Ich bekomme als Reaktion zu den Edumails immer wieder wertschätzende Rückmeldungen oder auch viele Fragen und Rückmeldungen, die mir sehr helfen, mich in unterschiedliche Perspektiven hinein zu versetzen und die vielfältigen Herausforderungen, vor denen Menschen in der Bildung stehen, besser zu verstehen.
  • Nicht zuletzt gehen auch sehr viele Anfragen, die ich erhalte, auf die Edumail zurück. Von der Menge her kommen Edumail-initiierte Anfragen direkt hinter persönlichen Empfehlungen.

Insgesamt ist die Edumail für mich damit ein wunderbares Beispiel für die Flüchtigkeit bei gleichzeitiger Beständigkeit im Internet. Denn natürlich sind Online-Inhalte sehr flüchtig und so sind auch die konkreten Inhalte einer versandten Edumail ein paar Tage später sehr wahrscheinlich schon nicht mehr im Fokus. Zugleich speichern aber auch viele Menschen die Mails für sich und nehmen nach einer gefühlten Ewigkeit noch einmal auf den einen oder anderen Beitrag Bezug. Das ist immer wieder sehr spannend!

Leider habe ich keinen Überblick darüber, wann sich wie viele Menschen für die Edumail registriert haben. Ich erinnere mich nur noch daran, dass ich bei der 2. edunautika in Hamburg einer Kollegin stolz erzählte, dass ich inzwischen 1.000 Abonent*innen hätten. Das war im Mai 2019, also ein knappes Jahr nach dem Start. Vor allem über die Corona-Zeit kamen dann viele neue Leser*innen zu. Inzwischen bin ich bei knapp 7.000 Abonent*innen. Und ich freue mich, dass auch weiterhin immer wieder neue Menschen dazu kommen. Ich habe auf diese Weise den Eindruck, dass ich viele Menschen erreiche, sie in ihrer Arbeit unterstützen kann und dadurch durchaus ein bisschen etwas zur dringend nötigen Veränderung der Bildung beitrage.

Besonders schön finde ich, dass ich bei der (automatisiert gestalteten) Registrierung der Edumail dazu einlade, mit mir auch direkt in Kontakt zu treten. Dazu stelle ich 3 Fragen: Wer bist du und wie hast du die Edumail gefunden? In welchem Bereich in der Bildung bist du tätig? Was ist für dich gute Bildung?. Rund drei Viertel der neuen Abonnent*innen antworten darauf – und die Mails sind immer wieder spannend zu lesen. Ich fühle mich auf diese Weise mit vielen unterschiedlichen Menschen vernetzt und kann viele spannende Bildungsprojekte kennenlernen. 🙂

Beitragsbild: Zu Beginn der Edumail hatte ich mir Postkarten gedruckt, die ich auf Veranstaltungen verteilt habe. Hier ist ein Beispiel.


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