Auf dem Weg nach Frankfurt zu „OER im Blick“

Ich bin auf dem Weg zur Veranstaltung „OER im Blick“ in Frankfurt, bei der Menschen zusammenkommen, die im Rahmen der OER-Strategie des BMBF in unterschiedlicher Weise beteiligt sind.

  • Die neuen Förderprojekte kommen zusammen und können sich untereinander austauschen
  • Das Impulsgremium (da bin ich Teil davon) darf ‚out of the box‘ denken und neue Ideen entwickeln.
  • Es gibt einen OER-Beirat für fachliche Expertise.
  • Das Veranstalter-Team der OERcamp als regelmäßiges Treffen der Praktiker*innen bei freien Bildungsmaterialien ist mit dabei und auch OERinfo als Vernetzungsstelle.
  • Die Gutachter*innen, die bei der Auswahl der Förderprojekte unterstützt haben, sind eingeladen.

Um bei all diesen verschiedenen Verästelungen und Gremien den Überblick zu behalten, gibt es die Website oer-strategie. Ich finde diese Website vor allem sehr hilfreich, weil hier die neuen Förderprojekte vorgestellt werden.

Auf der Zugfahrt habe ich noch ein bisschen Zeit über meine Rolle im Impulsgremium und auch bei der Konferenz insgesamt zu reflektieren. Diese Aspekte sind mir bisher eingefallen:

  • Ich glaube, dass ich einiges an Vernetzungs- und Verbindungsarbeit leisten kann. Das gilt insbesondere für Vernetzungen und Verbindungen zwischen kleineren, oft ehrenamtlichen Projekten der OER-Community, die keine Förderung abbekommen haben und den Förderprojekten. Denn es wäre wirklich blöd, wenn hier jetzt an vielen Stellen das Rad neu erfunden wird, obwohl es schon ganz vieles gibt.
  • Unsere Aufgabe im Impulsgremium ist es insbesondere auch ‚blinde Flecken‘ aufzuspüren. In diesem Sinne kann ich mir gut vorstellen, noch einmal die Idee einer Art „Prototypefund“ für OER anzustupsen, d.h. ein ganz niederschwelliges Förderangebot mit geringen Förderprojekten zur Gestaltung von OER und/ oder zur Entwicklung von OER-Infrastruktur. Ich denke, dass das den ‚Bottom-Up‘- und Graswurzel-Ansatz von OER gut stärken könnte.
  • Wir haben uns im Impulsgremium Gedanken gemacht zur grundlegenden Transformation des Bildungssystems. Ich bin gespannt, mit den anderen Kolleg*innen daran weiter zu denken.
  • Es gibt zwei Papiere zu KI: Erstens die politischen Handlungsempfehlungen, die in den letzten Monaten gemeinsam mit Wikimedia entstanden sind. Zweitens die Impulse zur Lernkultur-Veränderung von der diesjährigen edunautika. Auch hier lässt sich sicherlich gut daran weiter diskutieren.
  • Zur Frage von Offenheit und Vernetzung gehört ja immer auch die Frage nach dafür geeigneten Online-Räumen und einem guten Rahmenbau. Vielleicht ergeben sich Möglichkeiten, eine Stärkung des Fediverse voranzubringen.

Außerdem freue ich mich sehr auf das Wiedersehen von einigen bereits bekannten Menschen und vor allem auch auf das Kennenlernen von neuen 🙂