🃏 Kennenlern-Kartentausch

Idee

Im Vorfeld einer Veranstaltung werden Spielkarten erstellt. Das Thema kann spezfisch festgelegt werden, z.B. ein Kartenset zu Kompetenzen.

Bei der Veranstaltung erhält jede Person eine Karte. Anschließend wuseln alle durch den Raum. Wenn sich zwei Personen treffen, zeigen sie sich gegenseitig ihre Karten und überlegen, für wen von beiden, welche der jeweils zugeteilen Kompetenz wichtiger wäre. Gegebenenfalls tauschen sie die Karten.

Beispiel:

  • „Ich bin immer so ungeduldig. Es wäre super, wenn ich von Dir die Karte mit Geduld bekommen könnte.“
  • „Das kann ich nachvollziehen. Ich kann an meiner Schule auch gar nicht genug Geduld haben. Aber ich sehe, dass Du digitale Affinität hast. Das fehlt mir tatsächlich komplett. Lass uns also gerne tauschen!“

Man spielt für einen festgelegten Zeitraum (z.B. 10-15 Minuten je nach Gruppengröße). Ziel ist, dass sich die Teilnehmenden möglichst viel miteinander ausgetauscht haben – und jede Person, die für sie beste Karte ertauscht hat.

Bei nicht zu großen Gruppen kann sich eine Vorstellungsrunde anschließen, bei der jede Person sagt, welche Karte sie sich ertauscht hat und ob sie damit zufrieden ist.

Kontext

Ich habe schon bei sehr vielen Veranstaltungen, dieses Kennenlern-Bingo gespielt, was immer sehr viel Spaß macht. Das hier wäre eine Methode, die ebenfalls sehr einfach anpassbar ist und auch auf ‚Gewusel‘ und Austausch im Raum setzt.

Die Spielkarten lassen sich unter anderem toll mit diesem Tool erstellen.

Reflexion zur Entwicklung der Idee

Ich schreibe gerade an meiner Januar-Edumail und habe sehr konkret nach einer Idee gesucht, die ein einfach remixbares Material beinhaltet. Denn so etwas möchte ich zukünftig gerne häufiger in die Edumail aufnehmen. Mir fiel als erstes das Kennenlern-Bingo als Beispiel ein, an dem ich mich orientieren wollte. Als ich dann in Methoden-Büchern blätterte stieß ich auf Spielkarten. Sie wurden dort in einem anderen Kontext – nämlich als Impulskarten zum Brainstorming verwendet. Als ich sie gesehen habe, machte es Klick im Kopf und die Grundidee war geboren (= irgend etwas mit Karten im Gewusel tauschen). Bei einem Spaziergang habe ich dann genauer überlegt, wie die Methode ausgestaltet werden könnte. Abends habe ich sie dann aufgeschrieben.

Update 10. Januar: Ich habe über die Methode ausführlicher gebloggt und dazu zwei weiternutzbare Kartensets entwickelt.


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