🧪 Projektwoche als Experiment für Schulentwicklung

Idee

An einer Schule wird eine Projektwoche nicht zu einem bestimmten Thema umgesetzt, sondern als ein bewusstes und gezieltes Experiment für anderes Lernen und Lehren. Das bedeutet, dass im Vorfeld z.B. im Rahmen eines Open Space mit allen Beteiligten überlegt wird, wie besseres Lernen und Lehren aussehen könnte – und man einigt sich auf eine Liste an ‚Experimenten‘, die man eine Schulwoche lang ausprobiert. Am Ende der Woche wird gemeinsam reflektiert und überlegt, was dauerhaft implementiert werden könnte.

Am besten wird diese Idee funktionieren, wenn man ‚anderes Lehren und Lernen‘ gemeinsam aufbauend auf dem eigenen Leitbild konkretisiert.

Zum Beispiel:

  • mehr selbstverantwortliches Lernen umsetzen
  • mehr Kollaboration ermöglichen
  • mehr Perspektivenvielfalt erreichen …

Kontext

An vielen Schulen gibt es ‚Projektwochen‘. Hier ist es möglich, von vielen sonstigen ‚Vorgaben‘ der Schule abzuweichen und das Lernen anders zu gestalten. Am Ende der Woche kehrt man dann aber in der Regel wieder zum üblichen Unterricht zurück.

Eine Projektwoche, die nicht thematisch angelegt wird, sondern gezielt als ‚Schulentwicklungs-Experiment‘ würde es ermöglichen, dass Schule durch erstes Ausprobieren und unter Einbezug aller Beteiligten weiter entwickelt werden kann. Man hätte die Möglichkeit, über den Weg eines vorbereiteten und bewussten Ausprobierens von ‚Experimenten‘, die von Lernenden und Lehrenden überlegt und entwickelt wurden, zu Veränderungen zu kommen.

Reflexion zur Entwicklung der Idee

Ich bin auf die Methode eines ‚Open Space Agility‘ gestoßen, bei dem im Unternehmenskontext Mini-Experimente für mehr Agilität entwickelt und dann für einen bestimmten Zeitraum ausprobiert werden können. Ich habe überlegt, dass so etwas mit einem selbstgewählten Fokus ja auch an Schulen ausprobiert werden könnte.


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2 Kommentare

Ich finde die Idee total spannend! Habe da einige Gedanken dazu: gibt es noch Schulen, an denen eine echte Projektwoche stattfindet, also 5 volle Tage? An meiner eigenen Schule waren es irgendwann nur noch 2 Projekttage, und da, wo ich jetzt Lehrerin bin, sind es auch nur 2,5 (Mi und Do mit Fr Nachmittag Schulfest). Das ist definitiv zu kurz für so ein Experiment, findest du nicht?
Auch der Zeitpunkt (bei uns in der letzten vollen Schulwoche vor den Ferien) ist meiner Meinung nach alles andere als geschickt, oder was denkst du?
Allgemein denke ich aber, wenn eine Schule sich ernsthaft auf den Weg der Schulentwicklung macht, sind wahrscheinlich auch alle bereit, eine Woche im laufenden Betrieb zu investieren für solch ein Experiment.

Ob es noch richtige Projektwochen gibt, ist sicherlich von Schule zu Schule unterschiedlich. Und ja, direkt vor den Ferien fände ich das für dieses Experiment auch blöd.
Aber wie Du schon schreibst: Vielleicht lässt sich so etwas auch völlig unabhängig von einer Projektwoche verankern. Entscheidend ist eben, dass es Raum gibt, um Experimente auszuprobieren. Dafür fiel mir als erstes die Möglichkeit von ‚Projektwochen‘ ein, wo auch vieles anders sein kann, als sonst.