Zukunft digitaler und hybrider Veranstaltung

Kleines Experiment mit ‚Backflipped-Materialien‘ zum Weiterlernen und zur Vertiefung

Du hast die Veranstaltung „Wie wollen wir in Zukunft politisch bilden?“ besucht und möchtest jetzt noch ein bisschen weiterlernen? Dann findest Du hier einige Inspirationen und Links zur Zukunft digitaler und hybrider Veranstaltungen. Und wenn Du nicht bei der Veranstaltung warst, kannst Du diese Materialien natürlich trotzdem nutzen 🙂.

Lass uns starten 👍

Wenn man sich überlegen will, wie etwas sein sollte, finde ich es in einem ersten Schritt immer hilfreich, sich zu überlegen, wie es denn auf keinen Fall sein sollte. Denn daraus lässt sich dann umso besser der gewünschte Zustand ableiten.

Bei der Zukunft digitaler und hybrider Veranstaltungen sollten für mich vor allem drei Dinge nicht sein. Zu jedem von diesen drei Dingen gibt es im folgenden einen kurzen Clip mit anschließenden weiterführenden Informationen.

❌ Nicht Geschlossenheit …

… sondern Offenheit ✅

Offenheit kann auf mehreren Ebenen gestaltet werden: Es lassen sich Materialien offen teilen (= Open Educational Resources, OER), es lassen sich Ideen und Methoden offen teilen und es lassen sich auch Lernende ermächtigen, selbst zu teilen.

  • Um mehr zum offenen Teilen zu lernen und überhaupt erst einmal zu verstehen, was Open Educational Resources (OER) sind, empfehle ich Dir diesen offenen Kurs zur Gestaltung von Bildungsmaterialien mit ❤️ und Offenheit.
  • Um Dich über soziale Netzwerke mit anderen auszutauschen, zu vernetzen und Dir ein persönliches Lernnetzwerk aufzubauen, über das Du teilen kannst, kannst Du die Bildungs-Bubble auf Twitter besuchen – oder besser gleich ins Fediverse kommen (= ein offenes und dezentrales soziales Netzwer, was dank Elon Musks geplantem Twitter-Kauf gerade rapide wächst.). Einen Einblick zu twitternden Pädagog:innen findest Du auf twittern.xyz. Einen Einstieg ins Fediverse findest Du in diesem Blogbeitrag.
  • Um direkt und ganz praktisch mit Offenheit zu starten, kannst Du die zurückliegende Veranstaltung Revue passieren lassen und Dir überlegen, was Du mit wem teilen möchtest und wie Du es dafür aufbereiten könntest. (Eine Linkliste gestalten mit all den spannenden Empfehlungen für die Kollegin, einen kurzen Bericht für Deine Organisation schreiben oder – wenn Du schon in sozialen Netzwerken aktiv bist – einen kurzen Tweet/ Trööt über eine möglichst konkrete Sache teilen).

❌ Nicht schwarze Kacheln …

… sondern Interaktion ✅

Wir alle haben in den zurückliegenden Jahren wahrscheinlich schlechte Online-Veranstaltungen erlebt, bei der von Seiten der lehrenden Person eine ‚Folienschlacht‘ stattfand – und Lernende sich hinter schwarzen Kacheln versteckten. Viel besser kann (Online)-Lernen dagegen gelingen, wenn mehr Asynchronität gewagt wird. Das bedeutet insbesondere, dass Input nicht synchron weitergegeben, sondern viel besser geflipped (= vorgeschaltet) werden sollte. In der synchronen Zeit ist dann Raum für Austausch, Fragen und Diskussion.

  • ‚Flipped Input‘ wird in Form von digitalen Selbstlernmaterialien zur Verfügung gestellt. Wie Du diese technisch, methodisch und didaktisch gestalten kannst, zeige ich in diesem offenen Selbstlernkurs.
  • Meine absolute Lieblings-Software für die Gestaltung von Flipped-Materialien (weil sie offen und vielfältig ist und Interaktion ermöglicht, ist H5P). In diesem Video erhältst Du einen kurzen Einstieg.
  • Wenn Du direkt mit etwas Praktischem beginnen willst, dann nimm Dir die Planung für Deine nächste Veranstaltung zur Hand und überlege Dir: Wo kann ich dabei welche auch asynchronen Angebote machen?

❌ Nicht Offline = Online …

… sondern kluge Hybridität ✅

Wenn Hybidität bedeutet, das die Online-Lernenden und die Vor Ort-Lernenden genau das Gleiche bekommen, kommt am Ende nur der kleinste gemeinsame Nenner dabei raus. Das ist für niemand zufriedenstellend. Viel besser ist es, den Online-Raum mit seinen Potentialen zu gestalten, den gemeinsamen physischen Raum ebenso – und das beides dann auch noch klug miteinander zu verknüpfen.

  • Ausführlich kannst Du über die Gefahren einer falsch verstandenen Hybridität und die Möglichkeiten einer bewussten Gestaltung beider Sphären in diesem Blogbeitrag lesen.
  • Konkrete Lernformate-Ideen für kluge Hybridität findest Du in diesem Blogbeitrag.
  • Wenn Du praktisch damit starten willst, ein kluges hybrides Bildungssetting zu konzipieren, dann nutze dazu am besten die folgende, kleine, abschließende Spielerei:

… und Tschüss – mit einer keinen Spielerei 🙃

Du willst den Lernformate-Generator ausprobieren? Hier findest Du das Tool.

PS. Einladung zur Meta-Reflexion 💡

Diese nachbereitenden Materialien sind eine mögliche Form, um Veranstaltungen analog und digital zu verzahnen. Bei der Veranstaltung ‚Wie wollen wir in Zukunft politisch bilden?‘ sind sie als Experiment gedacht, um ‚Flipped‘-Angebote auch nachträglich anzubieten (d.h. backflipped – wie Gratian Riter als Terminologie vorschlug) – und so direkt eine Einladung zur Fortsetzung des Lernens zu bieten. Wie gefällt Dir dieser Ansatz? Findest Du ihn hilfreich/ nicht hilfreich? Kannst Du Dir vorstellen, ähnliches auch bei eigenen Veranstaltungen zu versuchen?

Deine Reflexionen dazu kannst Du mir gene per Mail schreiben. Ich bin gespannt!


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