Schule im Aufbruch: Netzwerktreffen in Leipzig

Ein Raum mit vielen Menschen, gestuhlt als mehrreigiges Hufeisen.

Ich war heute beim Netzwerktreffen von Schule im Aufbruch in Leipzig. Das war vor allem deshalb sehr schön, weil ich gerade sehr viel nach verbindenden Räumen mit Menschen suche, die in der Bildung etwas in Richtung Zukunftsgestaltung und l(i)ebenswerter Welt in Bewegung bringen. Dazu gab es heute viel Gelegenheit.

Ich habe für mich mit notiert und zur Weiternutzung beobachtet:

  • Es macht einen sehr großen Unterschied, wie ein Raum bestuhlt ist, ob er zum gemeinsamen Lernen einlädt. Heute war das bei einem relativ kleinen Raum aus meiner Sicht gut gelöst mit einem Hufeisen mit mehreren Reihen.
  • Ich lade in meinen Impulsen in Schulen oft zum Agieren ‚in Graubereichen‘ ein. Antje Buschmann, von der Questenberg-Grundschule in Meißen formulierte es in ihren Impuls zum Einstieg noch deutlicher: „Wenn man an einer staatlichen Schule ist und Dinge anders machen will, geht es nicht ohne Regelbrüche.“
  • Antjes Impuls war ansonsten eine aus meiner Sicht sehr stimmige Darstellung über den Schultransformationsprozess an ihrer Schule mit der Kernaussage: Beziehung kann entstehen durch Identifikation, Vielfalt, Sinn, Entwicklung und Zeit.
  • Ich habe anschließend zwei Workshops zu ganzheitlich-körperlichem Lernen besucht. Davon nehme ich vor allem den folgenden Gedanken mit: Lernen über uns selbst, ist immer zugleich Lernen über die Welt, denn wenn wir uns beobachten und reflektieren erkennen wir in uns z.B. Ambivalenzen und können lernen, diese auszuhalten oder wir können Regulation für kohärentes Handeln erlernen. Genau solche Elemente sind auch Teil der Welt.
  • Ich nehme außerdem ein Check-In aus dem Bereich der transparenten Kommunikation mit:
    • Zunächst für sich durch den Raum bewegen: Was will mein Körper zum Ausdruck bringen?
    • Dann die Aufmerksamkeit auf andere und auf den Raum richten. Versuchen, gemeinsam zu gehen, Blickkontakt herzustellen. Wie fühlt sich das an?
    • Vorstellung aus der Situation heraus, d.h. mit Präsenz: Was sagt mein Körper mir? Welche Gefühle habe ich? Was denke ich dazu?

Beim Einstieg im Plenum fand ich es sehr gut, dass sehr knapp Purpose und Vorgehensweise auf zwei Folien dargestellt wurden – und so alle in einem gesetzten Rahmen gut in den Austausch gehen konnten. Das nehme ich mir auch bei von mir gehosteten Veranstaltungen stärker vor.

Purpose-Folie von Schule im Aufbruch
Das Wie: Der Whole-School Approach in einer übersichtlichen Darstellung

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