Gestern habe ich am ZLLM der Uni Bremen einen Impuls zum Thema soziales Lernen im Kontext von KI gestaltet. Die Inhalte habe ich direkt danach verbloggt.
Festhalten möchte ich hier noch ein Mini-Experiment, das ich zum Einstieg gemacht habe und das mir sehr lohnend und gut weiternutzbar erscheint:
- Ich habe zunächst zu einem Chatgewitter eingeladen: Alle konnten teilen, warum sie Zusammenarbeit für eine wichtige Kompetenz halten.
- Die Antworten kamen nach und nach und immer weiter baute sich so ein Verständnis bzw. ein Bild zu dem Thema auf. Zugleich lernte sich die Gruppe untereinander kennen.
- Nach diesem Chatgewitter zeigte ich, wie ich alternativ hätte vorgehen können: Ich öffnete ChatGPT im Audio-Modus, stellte die gleiche Frage – und spielte die Antwort vor.
Alle Beteiligten konnten feststellen, dass mit der KI-Antwort kein soziales Lernen vorangebracht wird. Mit dem Chatgewitter dagegen schon.
Spannend wäre dann eine Reflexion im Anschluss, wie eine klügere KI-Nutzung aussehen könnte, die sich mit sozialem Lernen verbindet. Zum Beispiel könnten alle Chatgewitter-Antworten mit einem KI-Sprachmodell geteilt und nach möglichen ‚blinden Flecken‘ gefragt werden. So wäre die KI-Interaktion für die gesamte Gruppe von Relevanz und würde das gemeinsame Lernen voranbringen.
Ich denke, dass es sehr lohnend ist, noch weiterer solcher Mini-Erkundungen zu entwickeln, die soziales Lernen im Kontext von KI in den Fokus nehmen.
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