Mein erster, größerer Projektantrag 🙂

Screenshot der Website kollektiv-lernen.de

Morgen ist der Einreichungsschluss für eine, wie ich finde, sehr spannende Förderung im Rahmen der OER-Strategie der Bundesregierung. Es geht um die Entwicklung und Gestaltung lernortübergreifender Erfahrungsräume mithilfe offener Bildungspraktiken und offener Bildungsmaterialien. Hier gibt es mehr Infos.

Ich habe mich zum ersten Mal (gemeinsam mit dem Verein Senselab) hauptverantwortlich an solch einer Ausschreibung beteiligt. Der Antrag nennt sich KollaborativLernen und es geht um die Gestaltung lernortübergreifender Erfahrungsräume für gemeinwohlorientiertes Leben und Wirtschaften.

Unsere Idee finde ich sehr relevant. Wenn das mit dem Antrag deshalb dieses Mal nichts wird, was gut sein kann, da ich nicht weiß, ob überhaupt erst einmal alle Formalia erfüllt sind, dann finden sich vielleicht andere Möglichkeiten zur Finanzierung dieses Projekts.

Hier steht in aller Kürze, um was es gehen soll:

Das Projekt KollektivLernen bringt Kollektivstrukturen (= demokratisch organisierte, gemeinwohlorientierte Organisationsformen: Food Coops, Hausprojekte, Solidarische Landwirtschaft, Tech-Initiativen oder Kollektivbetriebe ohne Hierarchie zwischen Eigentümer*innen und Arbeitenden) als bislang weitgehend unerschlossene non-formale Lernorte mit den formalen Lernorten von Schulen und Horten zusammen und schafft lernortübergreifende Erfahrungsräume durch Open Educational Practices. Junge Menschen erleben demokratische Alternativen praxisnah, Kollektive systematisieren ihr Wissen und gewinnen gesellschaftliche Sichtbarkeit. Durch die Verbindung der beiden Lernorte entfalten sich innovative, vielfältige und praxisorientierte Lernprozesse. Gemeinsam werden Perspektiven für solidarische und demokratische Zukünfte eröffnet.

Konkret umfasst das Projekt eine Zukunftswerkstatt in Präsenz, eine Online-Reihe mit innovativ-didaktischen Formaten des schöpferischen Zuhörens, eine „Kollektiv-auf-Probe“-Datenbank als eine Art erweiterte Praktikabörse für individuelles Erkunden in Kollektivbetrieben durch Schüler*innen und ein Abschluss-Barcamp.

Alle Materialien, Konzepte und Ergebnisse werden als OER aufbereitet und über die Projektwebsite kollektivlernen.de mit Schnittstellen zu mundo.schule und wirlernenonline.de verbreitet. Die entwickelten Formate sind übertragbar und laden zur Adaption ein. Das Projekt wird getragen von eBildungslabor (Expertise in offenen Bildungspraktiken und bundesweite Schulvernetzung) und senselab e.V. (Praxiserfahrung in Kollektivstrukturen). Beide setzen einen Fokus auf gemeinwohlorientierte digitale Alternativen. Über den Förderzeitraum hinaus entsteht eine selbstorganisierte Basis- und Vernetzungsinitiative zwischen Kollektivszene und formalem Bildungssystem im Interesse einer nachhaltigen Wirkung in Richtung sozialer Gerechtigkeit.

Die Projekt-Website kollektiv-lernen.de ist als aller erste Ankündigung bereits eingerichtet. Nun bin ich sehr gespannt, wie das Verfahren weiter geht. Vielleicht magst du ja mit Daumen drücken, dass es klappt. 🙂


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