Lernjournal mit Stickern zur Reflexion

Ein Blanko-Heft in das Sticker eingeklebt werden mit Reflexionsfragenm zum Lernen.

Ich bin auf dem Weg nach Lübeck. Von dort aus geht es morgen nach Timmendorfer Strand, wo ein Schulentwicklungstag der Beruflichen Schulen des Kreises Ostholstein in Oldenburg stattfindet. Über unser genaues Vorgehen werde ich sicherlich noch berichten. Vorab möchte ich gerne eine Idee teilen, die wir morgen ausprobieren werden und die mir schon jetzt gut gefällt. Also:

Mir ist bei Schulentwicklungstagen immer und vor allem wichtig, dass die beteiligten Kolleg*innen selbst ein verändertes Lernen ganz direkt erleben können. Als ein Element verteile ich dazu gerne zu Beginn ein kleines A5-Blanko-Heft, das dann während der Veranstaltung für Notizen und Reflexion als Lernjournal genutzt werden kann. Auf diese Weise wird z.B. aktives Zuhören bei Impulsen befördert. Zugleich kann das Journal ein Anstoß sein, um das eigene Lernen bewusst zu gestalten und zu reflektieren. Wenn man das in dieser Art und Weise bei einer Fortbildung für sich selbst macht, lässt sich das später auch gut mit Schüler*innen umsetzen.

Diesen grundsätzlichen Ansatz werden wir morgen noch etwas weiter ausgestalten. Denn die Kolleg*innen erhalten nicht nur das Blanko-Heft, sondern auch einen ‚Stickerbogen‘ (= einfach auf Adressetiketten gedruckt) mit möglichen Reflexionsfragen.

Unser vorbereiteter Stickerbogen

Zu Beginn werden wir Hefte und Stickerbogen teilen und Zeit geben, um sich daraus einen eigenen Rahmen für das Lernjournal und damit für das Lernen zu geben. Die Kolleg*innen können also auswählen, welche Reflexionsanstöße sie für sich sinnvoll finden und diese in ihr Journal einkleben. Auch im weiteren Verlauf des Tages werden wir dann immer wieder Reflexionszeiten anbieten.

Die Reflexionsanstöße auf den Stickern sind dabei ein Angebot, aber natürlich kein Muss. Wer andere Fragen wichtiger findet, hat natürlich alle Freiheiten, um das Lernjournal auch ganz anders einzurichten. Wer sich aber bei solch einer Reflexion unsicher fühlt und nicht weiß, wie und mit was gestartet werden könnte, erhält damit einen möglichen Rahmen und konkrete Unterstützung.

Ich mag den Ansatz auch deshalb, weil sich die Sticker sehr niederschwellig auf unterschiedliche Veranstaltungen hin anpassen lassen. Bei uns gibt es morgen z.B. zwei Impulse – und dazu dann zwei Sticker dazu. Wenn der Tag anders gestaltet wäre, dann würde ich andere Sticker drucken. Sehr hilfreich stelle ich mir so etwas auch als ‚Begleitung‘ bei Barcamps vor, um Teilgebende bei Bedarf in ihren individuellen Lernprozessen zu unterstützen.


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