(K)ein freier Sonntag!

Ein Mensch am Meer

Wenn Lerngestaltung für andere und eigenes Lernen sehr ineinander verschränkt ist, dann ist es schwierig, zu definieren, wo Arbeit aufhört und Freizeit anfängt. Heute war in jedem Fall ein eigentlich freier Sonntag mit aber zugleich viel Gestaltung und hilfreichen Impulsen.

Ich halte die wichtigsten Punkte hier für mich fest:

  • Ich habe den Begrüßungstext meiner Website angepasst. Was da stand, war nicht falsch, aber es fehlte die Intention, mit der ich meine Arbeit mache. Das ist nun (hoffentlich) klarer – und der Text ist zudem als Einladung formuliert.

Im eBildungslabor lade ich pädagogisch tätige Menschen dazu ein, gemeinsam Räume für ermächtigendes Lernen hin zu einer l(i)ebenswerten Welt zu gestalten.

  • Ich habe ein sehr schönes Gespräch mit Friedemann Schulz von Thun angehört. Ich nehme daraus vor allem seine Überlegungen mit, wie miteinander reden besser gelingen kann: Unbedingte Voraussetzung ist es, den Gegenüber verstehen zu wollen. Danach kann ich dann entscheiden, ob ich auch Verständnis und Einverständnis zeigen will.
  • Ich habe mich mit Kritik an den Inner Development Goals bzw. allgemeiner mit Selbstentwicklung beschäftigt. Der Vorwurf lautet: Mit individuellem Rückzug werden wir keine systemische Veränderung erreichen! So sehr ich diese These teile, so wenig finde ich es als Vorwurf gegen Selbstentwicklung sinnvoll, denn für mich ist das eben gerade das Gegenteil von Rückzug und vielmehr der erste Schritt zu Verbundenheit und damit gemeinsamer Gestaltung. Vielleicht werde ich dazu in Kürze etwas schreiben. In jedem Fall nehme ich ein schönes Zitat aus einem Podcast, den ich online leider nicht finde, mit:

Meditiere nicht, um vor der Welt zu fliehen, sondern um Rüstzeug für Veränderung zu entwickeln!

  • Ich habe gesucht, wo und wie ich mich selbst fortbilden kann. Denn mein IDG-Kurs, der am Freitag zu Ende ging, hat mich ziemlich weiter gebracht und mich bestärkt, dass ich nicht nur Barcamp-Lernen, Selbstreflexion, kollegialer Austausch und ganz viel Lesen zur eigenen Fortbildung nutzen sollte, sondern durchaus auch klassische Lernangebote. Angemeldet bin ich nun Ende April zu einem Art of Hosting Workshop, von dem ich mir weitere ko-kreative Gestaltungsanstöße für Lernräume erhoffe.

Nächste Woche sind viele Besprechungen, ein Online-Impuls für Kolleg*innen in der Schweiz, eine ganztägige Gutachter*innen-Sitzung für die Einreichungen in einer Förderlinie der OER-Strategie der Bundesregierung, weitere Videoaufzeichnungen für das OERcamp – und ich schiebe schon seit ein paar Tagen die Erstellung von zwei Online-Modulen zu Kollaboration und Kommunikation im Kontext von KI. Da ist aber zum Glück noch Zeit bis Ende März.

Ich wünsche mir in meiner Freiberuflichkeit sehr, dass ich mehr ‚wirkungsvolle‘ Aufträge bekomme, die mir den Impuls ermöglichen, Bildung zum Teil der Lösung für die Krisen dieser Welt zu machen. Mal schauen, ob mich Menschen, die dazu Spielräume im System nutzen können, mit meiner versuchten, klareren Kommunikation, besser finden.

Ein Mensch am Meer
Beitragsbild: Ich suchte ein Bild für ‚Unsicherheit‘, womit ich ausdrücken wollte, dass gerade vieles in Bewegung ist und ich noch offen-neugierig bin, was entsteht. Für mich ist das ein sehr positiv-spannnender Zustand. Umso interessanter fand ich, dass fast alle Bilder zu Unsicherheit düstere, gefährliche Stimmungen zeigen. Dieses Bild am Meer war das, was ich noch am passendsten fand.

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