Die letzte Woche vor dem Start meiner Auszeit – und es ist noch einmal viel los. Ich bin dabei sehr bestärkt von so vielen wertschätzenden Rückmeldungen auf meinen Blogbeitrag zu Krisen in der pädagogischen Tätigkeit und vor allem auch von der Erkenntnis: „Ich bin damit nicht allein; vielen anderen geht es auch immer mal wieder so oder so ähnlich wie mir.“
Den heutigen Vormittag habe ich bei der Initiative Netztalente im Ruhrgebiet in Gelsenkirchen verbracht. Es war eine Veranstaltung für Schüler*innen und Lehrkräfte gleichermaßen; insgesamt nahmen rund 200 Personen teil.
Mein Part war der Einstieg mit kurzen Impulsen zum Hintergrund von KI und dem „Wie?“ einer klugen Nutzung. Der Fokus lag auf dem gemeinsamen Austausch:
- Nach der Erläuterung zur Funktionsweise von KI hatten alle vorab eine bestimmte Rolle zugeteilt bekommen: KI Messias, Frau/ Herr Überbesorgt, KI Newbie und Retro Fan. Die Teilnehmenden fanden sich dann in Paaren zusammen. Eine Person erklärte; die andere fragte mit der ihr zugeteilten Rolle nach. Dann wurde gewechselt. Das Ziel war es, erstens KI besser zu verstehen und zweitens sich argumentativ eine Haltung zu bilden.

- Nach der Frage des „Wie?“ zur KI-Nutzung erhielten die Teilnehmenden auf der linken Raumseite eine blaue Karte und auf der rechten Raumseite eine gelbe Karte. Je nach Kartenfarbe beantworteten sie zunächst für sich eine der beiden grundlegenden Fragen zu KI: 1. Warum soll ich lernen, wenn KI es besser kann? 2. Warum soll ich KI nutzen, wenn ich etwas lernen will? Danach tauschten sie sich mit Teilnehmenden in der gleichen Farbe aus, bevor es schließlich noch in ein Gruppenpuzzle ging.


Die Schüler*innen hatten anschließend mehrere Erkundungsstationen. Für die Lehrkräfte gab es Extra-Workshops. Ich hatte dafür für meine Gruppe eine schnelle Übersicht vorbereitet, die wir gemeinsam durch gingen.
Sehr cool fand ich den Veranstaltungsort: die Heilig Kreuz Kirche in Gelsenkirchen.

Auf der Rückfahrt saß ich punktgenau pünktlich im ICE, als das OERcamp Global startete. Inhaltlich habe ich wegen stockender Internetverbindung nicht alles mitbekommen. Es war aber auch so schon ein ziemlich cooles Gefühl, mit Menschen aus so unterschiedlichen Ländern, die alle im Bereich Open Education arbeiten, in einer gemeinsamen Videokonferenz zu sein.
Ab heute Abend kann ich mich dort dann richtig zuschalten. Um 23 Uhr unserer Zeit (Hour 10 beim OERcamp) moderiere ich die geplante Networking Hour. Ich bin gespannt!
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