Gelernt – beim SET in Timmendorfer Strand

Ein Nordstern an einer Tafel

Ich habe gerade ausführlich zu meinen Eindrücken des heutigen Schulentwicklungstages in Timmendorfer Strand gebloggt und dabei vor allem auf die Aspekte den Fokus gelegt, die aus meiner Sicht für eine Weiternutzung sehr zu empfehlen sind. Zugleich nehme ich auch einige Learnings für mich aus dem Tag und der Vorbereitungszeit mit, die ich hier ‚hinter den Kulissen‘ in meinem Lerntagebuch festhalten möchte.

Nordstern-Vorträge funktionieren!

Ich habe in meiner Auszeit im vergangenen Dezember viel darüber nachgedacht, was mir in meiner pädagogischen Tätigkeit wichtig ist (= Lernende zu gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit zu ermächtigen) und was mir oft die Realität meiner Arbeit zu sein scheint (= Menschen in ein bestehendes, nur wenig emanzipatorisches System einzupassen). Solch ein Widerspruch ist schwer auszuhalten!

Vom heutigen Tag nehme ich vor allem mit: Es liegt vor allem auch an mir eine ermächtigende Perspektive in meiner pädagogischen Arbeit zu eröffnen. Meinen Vortrag habe ich heute z.B. sehr bewusst als Nordstern-Vortrag aufgebaut und dabei auch die aktuelle Dringlichkeit deutlich gemacht:

Entscheiden wir uns als Gesellschaft – wie beim Übergang in die Moderne – auch in der heutigen, zunehmend komplexeren Welt dazu, Bildung gezielt und in die Breite auszuweiten und insgesamt vertieftes Lernen zu ermöglichen, so dass alle in einer veränderten Gesellschaft partizipieren können – oder rutschen wir in ein autokratisches System ab?

Ich hatte den Eindruck, dass viele der Teilnehmenden das als wichtigen Denkanstoß für sich mitgenommen haben.

Skizze: Am Scheideweg – beim Übergang in die Moderne und heute

Mich selbst weniger wichtig nehmen!

Durch die Vorbereitung als Team war auch Raum für zahlreiche, persönliche Gespräche und damit auch kollegiale Beratung. Ich nehme daraus den wichtigen Aha-Effekt für mich mit, dass es manches Mal besser ist, mich selbst nicht so wichtig zu nehmen.

Konkret habe ich z.B. in meinem Krisen-Post Ende November sehr darüber geklagt, dass ich mir wie eine Schallplatte vorkomme, wenn ich z.B. zu KI immer wieder die gleichen Erklärungen erzähle. Berechtigt wurde mir nun erwidert, dass es in diesem Fall aber eigentlich gar nicht um mich geht. Klar mag das langweilig oder nicht sehr spaßig sein, wenn es aber wichtig ist und ja offensichtlich gebraucht wird, um Bildung besser zu machen, indem KI als neue Technologie verstanden wird und eingeordnet werden kann, dann ist solch ein Klagen verfehlt, weil ich ja trotz oder gerade wegen solcher Einsätze genau das voranbringe, was mir eigentlich wichtig ist.

Diese Erkenntnis fand ich für mich ziemlich hilfreich!

Und ein sehr praktisches Take-Away: einen Mini-Timer besorgen!

Wir haben heute diesen Mini-Timer genutzt, um bei Vorträgen und Murmelphasen die Zeit im Blick zu haben.

Mini-Uhr als Zeitanzeige beim Vortrag

Ich hatte sonst immer mein Smartphone, aber fand diese sehr kleine, handliche Uhr sehr viel praktischer. So eine werde ich mir auch besorgen. :-)


Beitrag weiternutzen und teilen

Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY 4.0 und kann somit gerne offen weitergenutzt und geteilt werden. Hier kannst du dir den Beitragslink und/oder den Lizenzhinweis kopieren. Wenn du den Beitragslink in das Suchfeld im Fediverse (z.B. bei Mastodon) eingibst, wird er dir dort angezeigt und du kannst ihn kommentieren.


Erschienen in der Kategorie:
Anregungen zum Weiterlesen