In dieser Woche habe ich mehrere Online-Veranstaltungen. Heute zum Beispiel Teil 1 einer mehrteiligen Reihe für Beschäftigte in Bibliotheken in NRW. Ich habe dabei aktuell viel Freude an einer bewussten methodischen Gestaltung von Online-Lernen, nachdem in letzter Zeit mein Fokus ansonsten sehr viel auf Präsenzveranstaltungen lag.
Unter anderem haben wir heute ein virtuelles Fishbowl-Format als Impulse-Dusche ausprobiert. Bei uns ging es hier darum, Erfahrungen mit KI-Nutzung zu teilen. Das Thema lässt sich aber natürlich beliebig festlegen.
Es werden diese Regeln für das Spiel vereinbart:
- Der innere Kreis der Fishbowl (= der Kreis, in dem die Menschen redend dabei sind) wird durch das Anschalten der Kamera betreten. Der äußere Kreis (= hier sind die Menschen zuhörend dabei) wird durch Ausschalten der Kamera betreten.
- Wer spricht, teilt genau einen Impuls. Wer mehrere Impulse teilen will, kommt dann einfach häufiger dazu. Wer gesprochen hat, gibt danach an jemand anderes aus dem inneren Kreis weiter und schaltet die eigene Kamera aus.
- Im inneren Kreis können immer bis zu 4 Kamerakacheln sein. Wenn keine Kamerakacheln mehr zu sehen sind, ist die Impulse-Dusche vorbei.
Im Ergebnis ergibt sich ein sehr fokussiertes, spannendes Teilen von Erfahrungen, das von den Teilnehmenden sehr selbstverantwortet durchgeführt werden kann und durch den Kamera-Bilder-Wechsel und das prägnante Teilen von je einer Erfahrung sehr lebendig ist.
Zum Einstieg haben wir ‚Sonst noch jemand?‘ gespielt. (= Alle auf die etwas zutrifft, schalten ihr Kamera ein). Das ließ sich ganz wunderbar mit einem Silent Writing verbinden.

Beide Methoden kann ich sehr zur Weiternutzung empfehlen!
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