Ich habe gerade den Eindruck, in meiner Arbeit sehr gut und sehr grundlegend voranzukommen. Das macht mich sehr glücklich und ich möchte einfach kurz meine Freude darüber festhalten und teilen.
Das Vorankommen bezieht sich vor allem auf drei Ebenen:
Ebene 1: Inhaltliche Weiterentwicklung
Sehr lange habe ich ein eher diffuses Gefühl mit mir herumgetragen, dass ich in meiner Arbeit gerne wirkmächtiger werden würde und dass es mir an strategischen Nordsternen fehlt. So langsam habe ich mehr und mehr den Eindruck, dass sich aus diesem Gefühl eine klarere Orientierung entwickelt. Diese Orientierung ist der sehr bewusste Einsatz für eine Bildung, die in einer krisenhaften Welt die Entwicklung lebenswerter Zukünfte befördert. Das ist so viel mehr als mein früherer Fokus auf Handlungsfähigkeit in einer digital-geprägten Welt (auch wenn ich eine bessere Welt da schon auch irgendwie immer mitgedacht habe; aber es war eben noch viel diffuser). Damit fühlt sich mein Tun so viel relevanter an.
Ebene 2: Sozialer Resonanzraum
Eng mit der ersten Ebene zusammenhängend ist, dass ich den Eindruck habe, mir mehr und mehr einen sozialen Resonanzraum aufzubauen, in dem ich mich mit Kolleg*innen, die Ähnliches umtreibt, austauschen kann und wir voneinander und miteinander lernen.
Begonnen hat das schon mit ersten Vernetzungen durch mein Krisen-Posting im letzten Jahr; jetzt hat es sich durch das WirksamLernen-Treffen in Göttingen in der letzten Woche sehr weiter verstärkt.
Mehr und mehr orientiere ich auch bei der Veranstaltungskonzeption und -durchführung auf Teamarbeit. Und das macht einen riesigen Unterschied für mich selbst und ich finde auch für die Qualität der entstehenden Lernangebote.
Ebene 3: Neugierige Offenheit
Aus der unter ‚Ebene 1‘ beschriebenen inhaltlichen Umorientierung resultiert natürlich zugleich auch einiges an Unsicherheit. Denn es war immer relativ einfach, Reichweite für eine coole und leicht weiternutzbare KI-Lernidee zu generieren. Menschen von zukunftsgestaltender Bildung zu überzeugen und sie dazu zu ermächtigen, ist dagegen um ein Vielfaches schwieriger.
Bisher kann ich noch nicht abschätzen, wie sich das – auch in Hinblick auf die Auftragslage in meiner Freiberuflichkeit – auswirken wird. Bisher resultiert daraus aber (noch?) keine Unsicherheit, sondern eher neugierige Offenheit. Es ist sehr spannend, dass mir hier gerade etwas Neues zu entstehen scheint und es stimmt mich zuversichtlich, in diesem Prozess auf immer mehr ‚Puzzlestücke‘ zu stoßen, an die ich andocken und zu denen ich weiterlernen kann.
Fazit: Was kannst du nicht nicht tun?
In vielen Workshops habe ich bislang immer mit der Einladung geendet, sich einen konkreten Schritt zu suchen, der sich innerhalb des bestehenden Systems umsetzen lässt. Jetzt habe ich eine – wie ich finde – noch wirkungsvollere Frage dazu gefunden:
Was kannst du nicht nicht tun?
Diese Frage ist weniger realistisch-verankernd, aber dafür umso wachstumsorientierter. Denn, wenn sich erst einmal eine sehr starke Intention für etwas entwickelt hat, dann finden sich im nächsten Schritt auch Wege dazu, wo vielleicht zuvor noch gar keine sichtbar waren. Genau diese Haltung versuche ich nun auch in meiner Arbeit für mich zu etablieren. :-)
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