Ein Online-Interview als Alternative zum klassischen Vortrag

KI und offene Wissensspeicher; Veranstaltungsankündigung

Am 4. September 2025 gestalte ich mit der Klassik Stiftung Weimar die Online-Veranstaltung: KI und offene Wissensspeicher. Man kann sich dazu kostenfrei anmelden. Wer zu diesem Zeitpunkt bei der OERcamp-Community-Beratschlagung oder anderswo ist, findet im Nachhinein auch eine Aufzeichnung. In diesem Beitrag soll es mir aber gar nicht so sehr um die Bewerbung der Veranstaltung oder ihrer Inhalte gehen. Stattdessen will ich berichten, wie wir daraus das zunächst geplante klassische Vortragsformat in einen Impuls mit Interview umgewandelt haben und wie wir dabei vorgegangen sind.

  • Der Anfang war wie sehr häufig eine Anfrage für einen Vortrag. Allerdings schimmerte schon hier eine gewisse Offenheit durch. Man überlegte im Team der Stiftung vielleicht mit zwei Impulsen zu starten, die dann ja auch irgendwie miteinander verbunden werden könnten.
  • Diese Anfrage konnte von mir ganz wunderbar als Einladung zum konzeptionellen Mitdenken verstanden werden – und so trafen wir uns zu einem ersten Online-Termin, um gemeinsam zu reflektieren, was inhaltlich wichtig wäre und wie sich das vielleicht in ein Gesprächsformat übertragen lassen könnte. Die Idee für ein Gesprächsformat war naheliegend, denn in einem Gespräch bzw. Interview lassen sich noch sehr offene bzw. komplexe Themen grundsätzlich gut bearbeiten.
  • Im nächsten Schritt ging es dann um die konkrete Ausgestaltung. Herausfordernd war hier vor allem, eine Balance zu finden zwischen ‚Wir unterhalten uns eben einfach mal‘ und ‚Wir planen detailliert das Interview‘. Denn wir wollten gerne die Offenheit von der ersten Option, aber auch eine gezieltere Vorbereitung und damit auch mehr Qualität des Letzteren. Wir verständigten uns deshalb zunächst auf drei Themenblöcke: KI und Pädagogik, Kultureinrichtungen als außerschulische Lernorte und nächste Schritte. Außerdem überlegten wir, dass ein kurzer Impuls am Anfang von ca. 10 Minuten ganz hilfreich wäre, bevor dann das Interview starten würde.
  • Um uns alle gut auf das Interview vorzubereiten, zeichnete ich anschließend eine Sprachnachricht auf, in der ich acht Thesen kurz vorstellte, die ich auch in den Impuls skizzieren würde. Meine Gesprächsperson in der Klassik Stiftung Weimar konnte sich das anhören und so schon einmal einen groben Stichpunktzettel an möglichen Fragen notieren. Zugleich gab es aber auch noch nicht den fertigen Impuls, so dass wir alle auch für Fragen offen sind, die sich erst bei der Durchführung ergeben.
  • Daraufhin trafen wir uns dann erneut, um einmal den gesamten Regieplan durchzusprechen – inklusive eines Zeitplans und Interaktion mit den Teilnehmenden (= Chatgewitter zu Beginn und Abschluss und Fragemöglichkeit in den drei Blöcken. Mehr war ganz bewusst nicht geplant, weil das Format zuhörend gestaltet sein soll und vor allem sich auch gut für die Weiternutzung eignen soll). Jetzt gilt es dann nur noch die Folien vorzubereiten und sich kurz vorab zu einem Technik-Check zu verabreden.

Wenn ich diesen Vorbereitungsprozess mit dem eines klassischen Vortrags vergleiche, dann fällt mir auf, dass wir sehr viel kollaborativer vorgegangen sind. Das finde ich sehr schön und denke auch, dass das die Qualität der Veranstaltung sehr steigern kann.

In diesem Sinne: Ich bin gespannt auf die Veranstaltung und freue ich auch aufs eigene Weiterlernen!

KI und offene Wissensspeicher; Veranstaltungsankündigung
Das Beitragsbild ist die Bewerbung der Klassik Stiftung Weimar und steht nicht unter einer offenen Lizenz.

Beitrag weiternutzen und teilen

Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY 4.0 und kann somit gerne offen weitergenutzt und geteilt werden. Hier kannst du dir den Beitragslink und/oder den Lizenzhinweis kopieren. Wenn du den Beitragslink in das Suchfeld im Fediverse (z.B. bei Mastodon) eingibst, wird er dir dort angezeigt und du kannst ihn kommentieren.


Erschienen in der Kategorie:
Anregungen zum Weiterlesen