Beim Fachtag: Future Skills für die Zukunftsfähigkeit der GIZ

Ein großer bestuglter Saal und ein gezeichnetes Plakat mit der Brschriftung Future Skills und selbstverantwortliches Lernen

Heute hatte die AIZ (= die Akademie für Internationale Zusammenarbeit, die im Auftrag der GIZ, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit handelt) zu einem Team-Fachtag zum Thema „Selbstveranwortliches Lernen als Future Skill“ eingeladen. Ich durfte von extern dazu kommen und meine Perspektive auf das Thema teilen. Zuerst in einem Podiumsgespräch, später dann noch in Vertiefungssessions.

Mir hat der Tag sehr gut gefallen, was vor allem an so vielen klugen und reflektierten Menschen lag, die in der AIZ arbeiten. Zugleich ist das Thema natürlich auch sehr spannend.

Hier sind ein paar Aspekte, die ich aus der gemeinsamen Diskussion mitnehme:

  • Wir haben viel darüber diskutiert, inwieweit man sich angesichts von Kürzungen und Rechtfertigungsdruck den ‚Luxus‘ einer guten, weil Komplexität aufgreifenden, Bildung leisten will. Oder ob das nicht gerade sogar die einzig folgerichtige Antwort auf einen Sparkurs ist.
  • Wir haben überlegt, inwieweit klassische Input-Veranstaltungen kombiniert werden können, mit Teamentwicklung und ‚Lernen lernen‘, so dass es nicht nur um die jeweiligen Inhalte geht, sondern vor allem eine veränderte Bildung erlebt werden kann, was mittelfristig wohl deutlich stärkere Wirkung entfalten könnte.
  • Wir haben über die Rolle von generativer KI diskutiert – und ich habe mich sehr verstanden gefühlt, mit meiner Einordnung von Large Language Models als Resonanz- statt Antwortmaschinen, die eine kontra-intuitive Nutzung erfordern.
  • Wir haben über Erwartungshaltung von Lernenden gesprochen und wie wir auch selbst durch unsere Bildungsbiographien geprägt sind und inwieweit es vor diesem Hintergrund gelingen kann, Alternativen durchzusetzen. Insbesondere dann, wenn man sie – wie im GIZ-Kontext – vermarkten muss. Ohne Anmeldungen bringt einem da das beste Lernangebot nichts.
  • Ich habe dazu aufgerufen, dass es mehr Mut für Grenzüberschreitungen und bewusstes Agieren in Graubereichen braucht, um voranzukommen. Das ist für mich ein wichtiges Learning aus dem Bereich der Schulentwicklung.
  • Immer wieder ging es um Nordsterne in unserer Arbeit, die wir gerade in unsicheren Zeiten umso dringender brauchen. In Bezug auf Future Skills bedeutet das, Menschen zu befähigen gute Zukünfte für sich und andere zu gestalten. Die Kompetenz zu selbstverantwortlichem Lernen ist dazu zentral.

In einer Vertiefungssession haben wir dann noch darüber reflektiert, wie sich intrinsische Motivation für selbstverantwortliches Lernen entwickeln lässt. Ich habe dazu die folgenden Aspekte geteilt, die aus meiner Sicht in eine gute Balance gebracht werden müssen:

  • Weiternutzen und Teilen
  • Freiraum und Herausforderung
  • Personalisierung und Kollaboration
  • Rahmen und Offenheit
  • Input und Gestaltung
Mehrere Gegenüberstellungen zu selbstverantwortlichem Lernen

Teilen möchte ich gerne diese Vorlage, die morgens beim Ankommen und zur Verwendung während der Podiumsdiskussion auf den Stühlen lag. Vielleicht ist das etwas, was auch für andere Veranstaltungen genutzt werden kann.


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