Gestern war ich beim diesjährigen Dialogforum von Schultransform. Schultransform ist eine Plattform, die sich an Schulträger und Schulen richtet und diese bei der Gestaltung einer ganzheitlichen digitalen Transformation unterstützt.
Beim gestrigen Dialogforum ging es darum, mit vielfältigen Akteur*innen aus Schulen, Behörden und außerschulischen Initiativen an einem gemeinsamen Framework zu arbeiten, das Transformationsprozesse gerade im Kontext von KI begleiten kann.
Am Vormittag waren Schüler*innen zu einer Design Thinking Werkstatt eingeladen und haben Ideen erarbeitet, wie aus ihrer Sicht Lernen im Kontext von KI gestaltet werden kann. Mit ihrer Vorstellung dieser Ideen startete das Dialogforum. Anschließend ging es in einen kollaborativen Erarbeitungsprozess für das oben erwähnte Framework. Wir nutzten dazu eine Erweiterung der Think-Pair-Share Methode. Das bedeutete: Nacheinander wurden vier Werkstätten zu unterschiedlichen Oberthemen besucht, in denen erst für sich selbst Ideen festgehalten, dann mit Nebensitzer*innen weiter konkretisiert und schließlich in der gesamten Kleingruppe der jeweiligen Werkstatt geteilt wurden. Als Erweiterung kam als vierte Phase noch ‚Build‘ hinzu. Hier wurden die Ideen in eine digitale Umgebung eingetragen und dabei zugleich priorisiert.

Ich fand das Dialogforum für mich aus mehreren Gründen sehr gewinnbringend:
- Die Vorstellung der Schüler*innen hat für mich wieder einmal eindrücklich belegt, wie viel entstehen kann, wenn alle die Möglichkeit haben, sich einzubringen und gemeinsam an etwas zu arbeiten und zu lernen. Aus einer Außenperspektive fand ich es zugleich interessant und auch verständlich, wie sehr Schüler*innen, genau wie ich es ansonsten auch bei Lehrkräften erlebe, sehr innerhalb des bestehenden Bildungssystems denken.
- Ich fand es super, ein offizielles Format zu erleben, das einen so interaktiven und partizipativen Ansatz umsetzt. Die methodische Gestaltung der Werkstätten hat dabei aus meiner Sicht sehr gut funktioniert – und ich bin gespannt auf die Aufbereitung der Ergebnisse. Diese werden offen zur Verfügung gestellt.
- Inhaltlich fand ich den Austausch mit Menschen mit zum Teil sehr unterschiedlichen Perspektiven auf KI spannend. Bestärkt bin ich darin, dass ich mindestens in meiner Gruppe einen sehr tiefer gehenden Ansatz zu KI in der Bildung wahrnahm: Es war weniger die schnelle Umsetzungsebene im Blick, sondern mehr die grundsätzliche Frage nach dem ‚Wozu?‘ und damit nach sinnhaftem Lernen und der Ausrichtung an einem Nordstern, der Schulen zum Teil der Lösung angesichts der Krisen dieser Welt macht. Viel Übereinstimmung nahm ich auch bei der Technologie-Frage war, dass dezentrale Ansätze und Schnittstellen sowie Open Source gerade im Bildungskontext eine gute Wahl sind.
Vielen Dank für die Einladung und die Gestaltung dieses Forums an schultransform und den guten Austausch vor Ort!
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