Beim Bundesverband der Freien Alternativschulen

Das Banner der Freien und Alternativschulen neben einem Fahrrad und einem Demokreuz.

Ich war gestern und heute beim Bundestreffen der Freien Alternativschulen, das dieses Jahr an der Freien Schule Mittelweser in Steyerberg stattfand, Mein Eindruck war: ein sehr schönes, buntes und vielfältiges Treffen, das vor allem davon lebt, dass pädagogisch tätige Menschen, Lernende und Eltern gleichermaßen beteiligt sind.

Mein Part war die Gestaltung eines interaktiven Austauschraums zu Zukunftsgestaltung und Digitalität sowie ein Workshop zur Nutzungsebene von LLMs.

Im interaktiven Austauschraum haben wir uns dem Thema auf zwei Ebenen angenähert.

Erstens haben wir Digitalisierung und die Entwicklungen rund um KI als Teil der aktuellen Realität eingeordnet. Das stellt uns vor die Herausforderung zu einer bewussten Nutzung oder auch Nicht-Nutzung zu gelangen. Ansonsten tritt uns diese Entwicklung sehr fremdbestimmt gegenüber. Zweitens ist es keine zukunftsgestaltende Narration, dass wir uns einer bestimmten Digitalisierung lediglich anpassen oder uns oder Lernende darauf vorbereiten müssten. Besser wäre es, einen deutlich größeren Fokus auf die Frage zu richten, welche Digitalisierung wir uns wünschen – und daraus dann konkrete Schritte abzuleiten, was wir an Schulen dazu tun können.

Zum Einstieg in diese Diskussion habeh wir eine Übung zur Reflexion unserer jeweils eigenen Digitalisierungs-Nutzung und Haltung dazu gemacht, die ich sehr weiter empfehlen kann. Die Beteiligten finden sich dazu in drei Gruppen zusammen und begeben sich in in an das ‚Sprechen und Zuhören‘ angelehnte Format mit der folgenden Ausgestaltung.

  1. Die erste Person beginnt und erzählt den anderen beiden zwei Minuten lang, wie sie digitale Werkzeuge nutzt oder nicht nutzt und wie es ihr dabei geht.
  2. Die zweite Person spiegelt in einer Minute, was sie gehört und verstanden hat.
  3. Die dritte Person beobachtet Körpersprache, Mimik und Gestik der berichtenden Person und spiegelt ebenfalls in einer Minute, welche Emotionen ihr aufgefallen sind.

Dann werden Rollen gewechselt und weitere Runden in der gleichen Form gestaltet, so dass alle einmal in der sprechenden Rolle waren.

Ich mag daran das doppelte Spiegeln und das Öffnen eines Reflexionsraums, in dem wir uns vertiefter fragen, was Digitalisierung mit uns macht bzw. wie wir zu ihr stehen.

Sehr gut hat mir auch der Workshop zur LLM-Nutzung gefallen: mit viel Resonanz zu Bedenken und gleichzeitig großer Übereinstimmung, dass es Räume zur Reflexion dazu braucht.

Herzlichen Dank für die Einladung an den BfAS-Vorstand und das Team der freien Schule Mittelweser und an alle Beteiligten für das gute gemeinsame Lernen.


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