Die nächsten Tage gestalte ich gemeinsam mit Katrin Halfmann und Melanie Dahm eine Tagung für Schulleitungen beruflicher Schulen in Niedersachsen. Ich habe dafür ziemlich viele Konzepte entwickelt und alle wieder verworfen. Das ist sehr typisch für Zeiten, in denen ich selbst gerade viel lerne. Meine Lernangebote werden dann zwangsläufig experimenteller, was ich aber für alle Beteiligten als sehr weiterbringend erlebe. :-)
In jedem Fall finde ich den jetzt entwickelten Ansatz sinnvoll:
Der rote Faden ist, dass wir zu Beginn eine ‚Rahmung‘ vorschlagen wollen. Diese Rahmung ist eine Einladung, das eigene Denken mithilfe eines Angebots an Fragen zur Auswahl zu öffnen. Diese Fragen können die Teilnehmenden dann durch die Fortbildung begleiten:
- Was wäre möglich, wenn wir in den Blick nehmen, dass innere Entwicklung zu äußerer Veränderung führt und die von uns gestaltete Bildung zum Teil der Lösung angesichts vielfältiger gesellschaftlicher Krisen wird?
- Wie sähe Bildung aus, wenn wir von den vielfältigen, ganzheitlichen und entfaltbaren Potenzialen aller Menschen her dächten statt von Defiziten und Anpassung an Normen?
- Was wäre möglich, wenn Lernende in Lernräumen, die ihnen Sicherheit geben, aus tiefer Verbundenheit mit sich selbst, mit anderen und mit der sie umgebenden Welt ihre eigene Intention für gute Zukünfte erspüren und entwickeln könnten?
- Wie sähe Lernen aus, wenn Lernende sich durchgängig als Gestalter*innen ihrer Zukünfte erleben würden?
- Was würde entstehen, wenn wir in unserer Lerngestaltung unterschiedliche Perspektiven, Wissensformen und Lernwege ernsthaft wertschätzen und als Bereicherung begreifen würden?
- Welche Entwicklung hin zu einer lebenswerten Welt würde möglich, wenn wir Offenheit, Nichtwissen und gemeinsames Erkunden als Quelle und Kraft für Transformation verstehen würden?
Orientiert sind die Fragen am IMAGINE-Framework aus der Transformationsforschung.
Ein zweites Element ist, dass wir ganz viel Raum für selbstgestaltete Lernprozesse und Austausch anbieten wollen. Dazu gibt es am Nachmittag haptische Mini-Heftchen im Zine-Format. Die Teilnehmenden können für sich entscheiden, was und wie sie lernen möchten. Zum Beispiel mit einem Hands-On zu KI oder in einem Walk & Talk Spaziergang mit Kolleg*innen mit Reflexionsfragen.
Drei der Zine-Heftchen lassen sich aus meiner Sicht gut weiternutzen und ich teile sie hier deshalb offen zur Weiternutzung. (Lizenz ist ins Material integriert):

Passend zu den Zines gibt es Zupfzettel zum Abreißen von Zitaten und mehr. Das ist eine kleine Spielerei nebenbei, die ich aber sehr gerne mag.

Ich freue mich auf die Fortbildung und werde berichten!
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