Schule als guter Ort: Wie wollen wir in Zukunft lernen, lehren und leben?

Ein Lego-Bauwerk

Ich bin auf der Rückfahrt aus Hamburg, wo ich heute am Luisengymnasium in Bergedorf gemeinsam mit der Steuergruppe der Schule eine nach meinem Eindruck nachahmenswerte Pädagogische Jahreskonferenz gestaltet habe. Nachahmenswert halte ich die Veranstaltung vor allem aus den folgenden Gründen:

  • Wir haben uns bewusst Zeit genommen, um innezuhalten, einen Schritt zurück zu treten und den Nordstern einer potenzialorientierten Bildung und einer l(i)ebenswerten Welt in den Blick zu nehmen.
  • Wir hatten Zutrauen, dass wir gemeinsam mit allen Beteiligten aus uns heraus mithilfe eines dafür gut gestalteten Rahmens, einer ganzheitlichen Herangehensweise und unter Nutzung von Kreativitätsmethoden ganz viel entwickeln können.
  • Lehrkräfte und Schüler*innen haben gemeinsam reflektiert und gestaltet.
Plakat an der Schule zur PJK

Falls das für dich spannend klingt und du an einer Nachahmung Interesse hast, kommt hier das Konzept und unsere verwendeten Materialien zum offenen Weiternutzen als Open Educational Resources (OER).

Der Rahmen

Die Pädagogische Jahreskonferenz war eine relativ typische Ganztagskonferenz mit einem Zeitrahmen von 9-16 Uhr. Insgesamt waren rund 90 Personen beteiligt. Wir haben (weil die Aula der Schule zurzeit saniert wird) in der Cafeteria getagt, was nicht optimal war, aber funktionierte. In jedem Fall braucht es für das Konzept einen Raum, in dem alle Beteiligten an Tischgruppen mit 5-6 Personen sitzen können.

(Ich habe heute gelernt: In solch einem Raum kann es bei gemeinsamer Arbeit dann schnell relativ laut werden. Es ist deshalb sinnvoll, von Anfang an mitzudenken/anzubieten, dass und wie Beteiligte die Möglichkeit haben können, sich auch kurzzeitig rauszuziehen)

Für den Open Space braucht es zusätzlich Gruppenräume.

Wir haben den Fokus der kreativen Gestaltung auf das Bauen mit Klemmbausteinen gelegt. Das war am Luisengymnasium sehr passend und gut möglich, weil es an der Schule eine Klemmbausteinm-AG gibt und wir somit auf einen riesigen Vorrat an Steinen zurückgreifen konnten. Das war eines meiner Highlights des Tages. (Ich habe Lego Bauen bisher immer nur in Workshops mit maximal 30 Personen gemacht und schon da dann mit doch recht wenig Auswahl an Steinen.)

Vorbereitete Boxen mit Klemmbausteinen

Anstelle des Bauens mit Klemmbausteinen lassen sich sicherlich auch andere Materialien finden, um gemeinsam mit den Händen ins Denken und Gestalten zu kommen. Ich habe z.B. auch gute Erfahrungen mit Knete oder auch einfach mit Pappe, Papier, Schere, Kleber und Stiften.

Der Ablauf

Wir haben den Tag in mehreren, aufeinander aufbauenden Teilen gestaltet:

  • Am Vormittag ein Einstieg, gefolgt von einem Kreativitätsprozess mit Denköffnung und anschließender Fokussierung.
  • Am Nachmittag dann ein Open Space zu den am Vormittag entwickelten ‚Wie können wir …?‘-Fragen gefolgt von einem gemeinsamen Abschluss im Plenum.

Einstieg am Vormittag

In unserer ersten Konzeption hatten wir noch überlegt, zu Beginn einen ca. einstündigen Impuls zu zukunftsgestaltendem Lernen zu setzen. Ich bin sehr froh, dass wir uns in der weiteren Reflexion dagegen entschieden haben. Passend zum Motto:

Weniger reingeben, mehr Raum geben!

Damit das funktionierte, war uns im Vorfeld wichtig, allen Beteiligten ausreichend Sicherheit zum Mitmachen zu geben.

Dazu nutzten wir diese Schritte:

  • Ich war zu einer Konferenz im Februar kurz zugeschaltet und stellte dort das Konzept vor.
  • Die Kolleg*innen erhielten vorab eine ausführliche Mail orientiert an Simon Sineks ‚Golden Circle‘ (Warum und wozu, Wie und Was zur Pädagogischen Jahreskonferenz). Außerdem gab es für diejenigen, die inhaltliche Impulse suchten, einzelne kuratierte Webseiten und Links zur Vorbereitung. Das war freiwillig.
  • Wir starteten mit einem Ankommen im Raum: Sich am eigenen Platz spüren, den Raum wahrnehmen, sich mit den anderen Beteiligten verbinden.

Dann stellte ich den geplanten Ablauf noch einmal kurz vor. Außerdem hatten wir im Raum mehrere Aushänge dazu gemacht, so dass alle die Struktur immer im Blick hatten.

Wir starteten dann mit einer „Denkenden Runde“, in der wir die Frage der Pädagogischen Jahreskonferenz zunächst auf die Gegenwart übersetzten. Also nicht: Wie wollen wir in Zukunft lehren, lernen und leben? Sondern: Wie geht es mir aktuell mit dem Lehren, Lernen und Leben am Luisengymnasium? Diese Frage lag auf allen Tischen verteilt.

„Denkende Runde“ sieht dann so aus, dass es Sprechen & Zuhören gibt. Eine Person beginnt, hat 3 Minuten Zeit zum Sprechen zu der Frage, alle anderen hören nur zu – ohne zu erwidern, Rückfragen zu stellen oder zu ergänzen. Sollte es zu Stille kommen, ist das sehr in Ordnung. Gedanken sollen sich entfalten können. Danach ist die nächste Person an der Reihe.

Mit 6er Gruppen braucht man somit knapp 20 Minuten für diese Methode. Ich würde immer empfehlen, sich diese Zeit zu nehmen, weil damit dann eine richtig gute Grundlage für die weitere Zusammenarbeit gelegt ist, weil alle mit ihren Erfahrungen wertgeschätzt und eingebracht mit dabei sein können.

(Mini-Hack für die Moderation: Ich habe vorgeschlagen, dass die Person beginnt, die als erstes im Jahr Geburtstag hat. Sie nimmt dann die Karte mit der Frage in die Hand, so lange sie spricht. Nach ihrer Zeit gibt sie sie im Uhrzeigersinn weiter. Mit diesem Prinzip ist die Rede-Rolle immer klar und die sprechende Person hat die Frage im Blick.)

Von der Gegenwart haben wir dann die Perspektive für zukunftsgestaltendes Denken geöffnet. Ich mache das gerne mit einer Gedanken-Zeit-Reise, die ich hier beschrieben habe und von der es inzwischen auch ein Video des OERcamp-Team gibt, was vielleicht bei einer Weiternutzung zum Einsatz kommen kann.

Wichtig ist die Erkenntnis: Es geht bei Zukunftskompetenzen weniger um Kompetenzen, die vielleicht in Zukunft wichtiger werden, da wir die Zukunft nicht vorhersagen können. Vielmehr geht es um Kompetenzen, die dazu ermächtigen, gute Zukünfte zu gestalten. Dazu gilt es den Blick auf grundlegende menschliche Fähigkeiten zu richten und diese zu entfalten, was – weil der Mensch ein verbundenes, lebendiges Wesen ist – immer der Verbindung mit anderen bedarf.

Zuletzt erklärte ich noch kurz etwas zu ‚Denken mit den Händen‘ im Rahmen von Design Thinking und die Übersetzung von Kreativität im Sinne von neu Denken. Bei letzterem konnte ich Bezug nehmen auf unsere Methode, die wir zur Zufallseinteilung der Gruppen genutzt hatten: Hier hatten alle am Eingang ein Symbol gezogen und suchten dann den Tisch mit diesem Symbol. Zu dem Symbol gab es die Assoziationsübung zur Einstimmung: Was hat dieses Symbol mit guter Bildung zu tun?

Tisch zu Beginn mit Frage für die Denkende Runde und Assoziationsübung

Falls du diese Methode nachnutzen willst, sind hier meine Kritzelbilder dazu:

Kreativitätsprozess: Denken öffnen, austauschen und auf ‚Wie können wir …?‘-Fragen fokussieren

Nach dem Einstieg verteilten wir die Klemmbausteine-Boxen und starteten mit dem Kopfstand, also der Frage: Was wäre für euch ein Lernen, Lehren und Leben, was ihr in Zukunft überhaupt und gar nicht haben möchtet? Wir hatten hier ursprünglich mit 30 Minuten richtig viel Zeit eingeplant, aber haben dann im Prozess auf 20 Minuten verkürzt, was gut ausreichend ist und eine etwas längere Kaffeepause ermöglichte.

Kopfstand-Bauen, hier: fast nur grau und schwarz

Anschließend kam es zum Kopfstand zurück, den wir aber nicht direkt bauten, sondern zuvor noch mit einer Körperübung einleiteten: Dazu waren alle eingeladen, sich noch einmal ganz genau ihr Kopfstand-Bauwerk anzuschauen und sich dann in die Körper-Position zu begeben, wie man sich in der jeweils eigenen Rolle in dieser Situation fühlen würde (ganz zusammengekauert, ängstlich, alleine, überfordert …). Aus dieser Position heraus bewegten wir uns dann in die Position, wie wir uns jeweils wohl fühlen würden. (Ich fand es sehr schön zu beobachten, dass hier ganz automatisch vor allem aus Isolation Verbundenheit entstand und sich Kolleg*innen spontan umarmten.)

Eine zweite Unterstützung für den Kopfstand zurück war ein Briefumschlag mit diesen Leitfragen:

  • Wie begegnen wir uns?
  • Welche Räume gibt es und wie sind sie gestaltet?
  • Wie fühlen wir uns?
  • Was lernen wir, wie und wozu?
  • Wer entscheidet worüber?
  • Wie strukturieren wir unsere Zeit?
  • Was entsteht durch unser Lernen und wie entwickeln wir uns?
  • Wie gehen wir mit Spannungen und Konflikten um?
  • Auf was richten wir unsere Aufmerksamkeit?
  • Wie sind wir mit der Außenwelt verbunden und welche Wirkung haben wir?
  • Was nehmen wir wahr (Klänge, Gerüche, Licht, Atmosphäre)?
  • Wie ganzheitlich lehren und lernen wir?
  • Womit arbeiten wir (Materialien, Medien, Werkzeuge)?
  • Wie zeigt sich Verschiedenheit?
  • Wie berücksichtigen wir unterschiedliche Bedürfnisse?
  • Wie gehen wir mit Fehlern, Scheitern und Unbekanntem um?
  • Welche Rituale und Gewohnheiten prägen unseren Alltag?
  • Wie sorgen wir für uns selbst und andere?
  • Wie gehen wir mit Ressourcen um (Zeit, Energie, Material, Geld)?
  • Welche Zukunft gestalten wir mit?
  • Was macht unsere Schule aus?

An den Tischen konnte nun also, wie zunächst im Körper gefühlt, der Kopfstand zurück gebaut werden. Dabei konnten die Gruppen die Leitfragen nutzen, um das Bauwerk noch detaillierter zu bauen bzw. dazu miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch für diesen Bauprozess veranschlagten wir 20 Minuten.

Der nächste Schritt war eine Art Gallery Walk: Es gab drei Runden mit 7 Minuten. Die Gruppen legten fest, wer in diesen Runden jeweils ihr Bauwerk vorstellte, die anderen konnten ausschwärmen und sich an den anderen Bauwerken vorstellen lassen. Dabei waren sie mit einem Erkundungszettel zum Notieren von Ideen in unterschiedlichen Kategorien ausgestattet.

Hier kannst du die Vorlage dazu weiter nutzen:

Anschließend kamen alle wieder in ihren Stammgruppen zusammen, erhielten ein Flipchart und konnten darauf zunächst gemeinsam sammeln, was für sie wichtige Aspekte waren.

Wir hatten uns hier für ein Koordinatensystem mit den Achsen ‚cool‘ und ‚intensiv‘ entschieden. Cool erklärt sich dabei wahrscheinlich von selbst: je weiter oben, desto besser gefällt einem diese Idee. Mit intensiv hatten wir im Blick: Je intensiver, desto mehr Veränderung/Transformation wird dadurch vorangebracht (Beispiel: Keine Noten und eine individuelle Essensausgabe in der Mensa können beides als ‚coole Ideen‘ eingeordnet werden, keine Noten mehr zu geben, wird die Schule aber vermutlich in weitaus mehr Bereichen verändern, als die veränderte Essensausgabe.)

Ich fand und finde diese Sortierung eigentlich ganz cool, weil es ganz bewusst darum geht, wenn man dann den rechten oberen Quadranten auswählt, solche Ideen zu wählen, die komplexe Veränderungen voranbringen und nicht nur ‚low hanging fruits‘. Ich muss darüber aber noch weiter nachdenken. Im Prozess heute merkte ich, dass die Einsortierung für einige der Gruppen nicht gut verständlich war.

Nach der Sammlung bekam jeder Tisch so viele Karten wie beteiligte Menschen und gemeinsam konnten aus den wichtigsten gesammelten Aspekten darauf ‚Wie können wir …‘-Fragen formuliert werden.

Anschließend clusterten wir diese Ideen mit Gewusel im Raum – und dem Angebot von ‚Ideen-Cluster-Taschen‘, in denen mehrere Fragen zusammengesteckt und außen eine übergreifende Frage notiert werden konnte.

Open Space am Nachmittag

Die Steuergruppe und ich nutzten die Mittagspause, um die Clusterung fertig zu stellen und alle Themen in eine Session-Übersicht einzufügen. Dank der Ideen-Cluster-Taschen funktionierte das sehr gut. Es waren zwei Slots mit je knapp 45 Minuten Zeit vorgesehen. Die Themen waren sehr breit und vielfältig: Mehr Bewegung, Lernen im Draußen und im Grünen, Lernen mit Freiheit und Struktur, Umsetzung eines Kabinett-Prinzips, Lernraumgestaltung, Partizipation an der Schule …

Wir starteten dann nach der Mittagspause zunächst im Plenum mit drei Bitten für die Open Space Phase:

  • Eine Person als Zeitwächter*in bestimmen.
  • Sich um einen Mitschrieb kümmern. Dazu hatten wir eine Elevator Pitch Vorlage vorbereitet.
  • Möglichst auf eine ungefähr gleich große Aufteilung der Gruppen achten.

Hier kannst du die Elevator Pitch Vorlage weiternutzen. (Wir ergänzten handschriftlich noch: Ansprechperson für die Steuergruppe)

Außerdem hatten wir in den Gruppenräumen eine kleine Klappgrafik in Anlehnung an die dramafreie Arbeitswelt von Holger Heinze gestellt: Darauf zu sehen sind auf der einen Seite ein Opfer, ein Schurke und ein Retter – also die Rollen, die wir auch im Bildungskontext oft spielen. Mit Umklappen kommt man dann zu einer Befreiung aus diesen Rollen und wird zu Gestalter*in, Herausforderer*in und Coach*in. Im Vorfeld gab es die Einladung, diese Klappgrafik gut im Blick zu haben, und sich gegenseitig darauf aufmerksam zu machen, wenn manche in eine bestimmte Rolle fallen, es doch gemeinsam ‚dramafrei‘ zu versuchen.

Wenn du meine gekritzelte Klappkarte weiternutzen willst, ist hier die Vorlage dazu (Mehr Infos zum Buch ‚Dramafreie Arbeitswelt‘ gibt es hier)

Kritzeleien von Opfer, Retter und Schurke.
Kritzel-Klappkarte ‚Dramafrei‘

Ich hatte den Eindruck, dass die Open Space Sessions richtig gut funktionierten. Aus fast allen Sessions kamen zum Teil sehr detaillierte und konkrete Mitschriebe mit ganz vielen Ideen zurück. Ich freue mich auf die Aufbereitung und Sicherung!

Abschluss im Plenum

Nach den Open Space Sessions kamen wir noch einmal im Plenum zu einem Abschluss zusammen.

Als erstes kündigten wir hier das weitere Vorgehen an: Alle Ergebnisse werden aufbereitet, in der Steuergruppe sortiert, um dann Schritt für Schritt in eine Umsetzung gehen zu können. Mit dem heutigen Tag ist der Prozess damit keinesfalls zu Ende.

Um aber genau für die weitere Entwicklung vom heutigen Tag ganz viel Energie mitnehmen zu können, sammelten die Stammgruppen zum Abschluss Ergänzungen für diesen Lückentext:

Lasst uns von heute … mitnehmen, um das Lui (= das Luisengymnasium) zu einem noch besseren Ort zu machen.

Abschluss-Lückentext zum Ausfüllen

Wer wollte, konnte im Plenum teilen, was notiert worden war. Ich mag diesen Ansatz, weil er den Blick auf positive, nährende Aspekte lenkt und so für alle einen motivierenden Abschluss ermöglicht.

Außerdem lud ich zu einer kleinen Evaluation mit dem Fokus auf Hinweise für Schulen, die das Konzept vielleicht weiter nutzen wollen. Die Ergebnisse werde ich noch ergänzen.

Ganz wichtig war uns zum Abschluss noch ein expliziter Dank an die beteiligten Schüler*innen, die für ihre Teilnahme auf einen Tag schulfrei verzichtet hatten. Sie bekamen eine Karte mit der Aufschrift:

„Die Welt braucht mehr Menschen wie dich!“ :-)

Mein Fazit

Die oben erwähnte Karte fände ich genau wie für die beteiligten Schüler*innen auch für die vielen anderen Beteiligten des heutigen Tages sehr treffend. Und sehr überzeugt bin ich auch, dass die Welt und die Bildung besser werden, wenn wir uns noch viel häufiger solche verbindenden, innehaltenden und zukunftsgestaltenden Räume nehmen und gestalten!

In diesem Sinne: Herzlichen Dank, dass ich mit euch gemeinsam konzipieren und durchführen durfte! Ich hatte viel Freude.

Mehrere Personen stehen vor einem Flipchart.
Mit der Steuergruppe nach Abschluss des Tages (und vor dem Flipchart von Beginn)

Beitrag weiternutzen und teilen

Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY 4.0 und kann somit gerne offen weitergenutzt und geteilt werden. Hier kannst du dir den Beitragslink und/oder den Lizenzhinweis kopieren. Wenn du den Beitragslink in das Suchfeld im Fediverse (z.B. bei Mastodon) eingibst, wird er dir dort angezeigt und du kannst ihn kommentieren.


Erschienen in der Kategorie:
Reaktionen im Fediverse
Anregungen zum Weiterlesen