Dateiaustausch zwischen unterschiedlichen Geräten und Systemen

Veröffentlicht am 2.4.2019

Offene Bildung bedeutet Vielfalt auch in technischer Hinsicht: Lernende und Lehrende nutzen unterschiedliche Geräte, mit unterschiedlichen Systemen, die auf unterschiedliche Art und Weise eingerichtet sind. Das ist zunächst einmal eine gute Sache. Denn auf diese Weise können unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen berücksichtigt werden. Menschen, die in diesem Setting Lernprozesse ermöglichen wollen, stehen damit aber vor der Herausforderung, dass Kollaboration und Austausch mit dieser Unterschiedlichkeit funktionieren muss.

Als eine Herausforderung möchte ich in diesem Blogbeitrag den Austausch von Dateien und Inhalten beleuchten. Konkret war ich auf der Suche nach einer datenschutzfreundlichen Variante für den schulischen Kontext, um Bilder, Videos oder anderes zwischen Lernenden und Lehrenden flexibel zu teilen. Es folgen drei praktische Vorschläge mit Tools.

Dateiaustausch zwischen Geräten über eine Website

Wenn sich alle beteiligten Geräte im gleichen Netzwerk befinden, dann kann auf WebRTC (= Web Real Time Communication, Internet-Kommunikation in Echtzeit) als Standard zurückgegriffen werden. Es handelt sich dabei um einen offenen Standard, der Kommunikation zwischen Geräten erlaubt. Auf diese Weise wird bei der Dateiübertragung kein Up- und Download auf Server vorgenommen, sondern die Datei wird direkt zwischen den beteiligten Geräten übertragen.

Um diese Technik zu nutzen, muss zeitgleich eine Website aufgerufen werden. Auf der Website tauchen dann alle Geräte auf, die aktuell diese Website in dem jeweiligen Netzwerk ansteuern. Über einen einfachen Klick kann man ein anderes Gerät auswählen und dann eine Datei zur Verfügung stellen.

Ich empfehle zur Nutzung:

Die zweite Möglichkeit ist eine verschlüsselte Übertragung der gewünschten Datei als Link. Mein Favorit in dieser Kategorie ist Firefox Send. Bis zu 1GB Größe lassen sich Dateien hier ganz ohne Anmeldung und kostenfrei versenden. Zusätzlich stehen hilfreiche Optionen wie z.B. ein Passwortschutz oder die Begrenzung des Downloads auf eine bestimmte Anzahl oder Dauer zur Verfügung.

Bonus-Option: Mini-URL

Zum einfachen Teilen von kleineren Dateien z.B. direkt im Rahmen eines Bildungsprojekts finde ich auch dro.pm eine gute Idee. Generiert werden damit Kurz-URL’s, die nach 12 Stunden verfallen. Kurz-URL’s sind in diesem Fall richtig kurz, z.B. dro.pm/e. Wenn sich Lernende somit einmal die URL dro.pm gemerkt haben, muss man nur noch ein bis maximal drei Buchstaben teilen. Der zweite Vorteil des Tools ist, dass damit eben nicht nur Text oder Links geteilt werden können, sondern auch Dateien. Diese werden hochgeladen. Sobald der Kurzlink geöffnet wird, steht die Datei im Browser zum Download bereit (Bei meinem Ausprobieren konnte ich entweder Link/ Text oder Datei telen - nicht aber beides gleichzeitig).

Viel Spaß beim Ausprobieren

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