Weg vom klassischen Learning Management System (LMS) – hin hin zur offenen Bildungsplattform

Wie unter anderem von e-teaching.org berichtet, veröffentlichte Educause im April diesen Jahres eine Untersuchung zum Thema „The Next Generation Digital Learning Environment“. In dieser Untersuchung werden auf Grundlage von Interviews mit Bildungsinstitutionen fünf Eckpunkte für die zukünftige Gestaltung von Learning Management Systemen herausgearbeitet. In Fortführung dieser Untersuchung gehe ich in diesem Blogbeitrag noch einen Schritt weiter und stelle meine Konzeption in diesem Bereich vor. Ziel meiner Überlegungen ist es, die klassischen Learning Management Systeme hin zu offenen Bildungsplattformen weiter zu entwickeln. Integriert werden sollten hierzu insbesondere auch offene Kursangebote sowie eine Datenbank mit Open Educational Resources (OER).

Vor diesem Hintergrund erachte ich die folgenden sechs Funktionsbereiche für zentral bei der Konzeption einer Bildungsplattform:

  1. Durchführung von offenen Kurse (MOOC's): Eine offene Bildungsplattform sollte dazu genutzt werden, in regelmäßigen Abständen offene Online-Kurse für alle Interessierten anzubieten. Auf diese Weise wird nicht nur die eigene Institution bekannter gemacht, sondern insbesondere auch ein Beitrag geleistet zu einer offenen Bildungskultur.
  2. Bildungsressourcen-Datenbank (OER): Auf einer offenen Bildungsplattform sollte nach und nach eine Datenbank mit Bildungsressourcen unter einer freien Lizenz aufgebaut werden. Gespeist werden könnte diese Datenbank insbesondere durch das auf der Bildungsplattform stattfindene Kursangebot sowie gegebenenfalls auch durch die Öffnung von Beiträgen von Nutzern. Mithilfe solch einer Datenbank wird eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Inhalten möglich und die Konzeption von Bildungsangeboten wird einfacher, da existierende Inhalte direkt eingebunden werden können.
  3. Blended Learning / individuell betreute Kurse: Über eine offene Bildungsplattform sollten sehr einfach virtuelle Bildungsräume von Online-Kursen oder Blended-Learning-Angeboten gestaltet werden können. Diese Funktion entspricht am ehesten den Funktionen eines klassischen Learnng-Management-Systems. Durch die Verzahnung mit den übrigen Angeboten der Plattform können diese aber deutlich effizienter erfüllt werden.  
  4. Persönliche Lernumgebung: Eine offene Bildungsplattform sollte Nutzern die Möglichkeit bieten, sich eine persönliche Lernumgebung zu gestalten. Dazu könnte es insbesondere gehören, einen persönlichen Lernblog zu führen, ein Portfolio nutzen sowie gegebenenfalls auch auf die Datenbank zugreifen zu können. Mithilfe dieser Funktion wird das selbstorganisierte Lernen gestärkt und die Bindung zu der jeweiligen Bildungsinstitution befördert.
  5. Lehr-Lern-Community: Neben der Gestaltung von persönlichen Lernumgebungen kann eine offene Bildungsplattform registrierten Nutzern auch die Möglichkeit bieten, sich für ein Community-orientiertes Lernen zu entscheiden. In diesem Fall würden u.a. ihre Blogbeiträge zur Kommentierung für andere geöffnet und sie würden eine individuell gestaltbare Profilseite erhalten. Außerdem hätten sie Zugriff auf Foren, Chat und persönliches Nachrichtensystem. Durch diese Funktion kann Austausch und Vernetzung geboten sowie das kooperative Lernen gestärkt werden.
  6. Verwaltung: Neben den oben aufgeführten Funktionen des Lehrens und Lernens sollte eine offene Bildungsplattform auch verwaltungstechnische Funktionen anbieten, mithilfe denen u.a. Anmeldungen organisiert, Evaluationen durchgeführt oder automatische Erinnerungen zu bestimmten Themen versandt werden können. Auf diese Weise werden organisatorische Aufgaben im Bereich der Bildung vereinfacht.  

Anders als klassische Learning Management Systeme setzt eine solche offene Bildungsplattform in jedem Fall eine spezifische, auf die jeweiligen Bildungsanforderungen und Zielgruppen ausgerichtete Konfiguration voraus. Zur technischen Umsetzung habe ich gute Erfahrungen mit dem Open Source Content Management System Drupal gemacht. Der große Vorteil des hier skizzierten Ansatzes liegt aus meiner Sicht darin, dass mithilfe einer solchen offenen Bildungsplattform explizit neue Perspektiven des Lehren und Lernens ermöglicht werden können.

e-teaching.org berichtet, veröffentlichte Educause im April diesen Jahres eine Untersuchung zum Thema „The Next Generation Digital Learning Environment“. In dieser Untersuchung werden auf Grundlage von Interviews mit Bildungsinstitutionen fünf Eckpunkte für die zukünftige Gestaltung von Learning Management Systemen herausgearbeitet. In Fortführung dieser Untersuchung gehe ich in diesem Blogbeitrag noch einen Schritt weiter und stelle meine Konzeption in diesem Bereich vor. Ziel meiner Überlegungen ist es, die klassischen Learning Management Systeme hin zu offenen Bildungsplattformen weiter zu entwickeln. Integriert werden sollten hierzu insbesondere auch offene Kursangebote sowie eine Datenbank mit Open Educational Resources (OER).

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