Mapping-OER: Ergebnisse online!

Das Mapping-OER-Team hat in der letzten Woche die Ergebnisse aus dem Workshop zu Qualifizierungsmodellen veröffentlicht. Ich fand den Workshop sehr produktiv. Für mich selbst habe ich – neben den Vorschlägen und Gedanken, die sich in den veröffentlichten Workshopergebnissen finden - insbesondere auch die folgenden Aspekte mitgenommen:

  • Eine Qualifizierung zu OER macht in den meisten Fällen nur dann Sinn, wenn sie eingebunden ist, in die größere Frage, wie digitales Lehren und Lernen gestaltet sein soll. Wird nur mit dem Schlagwort „OER“ operiert, kommen zumeist nur die, die darüber ohnehin schon Bescheid wissen. Stattdessen gilt es die praktischen Handlungen von Lehrenden und Lernenden aufzugreifen – und daran anknüpfend aufzuzeigen, wie sich diese – unter einem größeren Nutzen für alle Beteiligten - in eine offene Bildungspraxis eingliedern lassen und was dabei zu beachten ist. Gerade die zentrale Frage der Lizenzierung ist sonst häufig viel zu abstrakt.
  • Wenn OER erfolgreich umgesetzt werden sollen, muss der öffentliche Bereich aktiver werden, als bisher. Ein Beispiel hierfür ist der eingeforderte Grundsatz: „Was öffentlich finanziert wird, sollte auch öffentlich zur Verfügung stehen“. Wenn dieser Grundsatz eingehalten wird, wäre es möglich, in kürzester Zeit eine große Menge an offenen Bildungsmaterialien zur Verfügung zu haben. Und ohne solchen Content kann man viel über OER diskutieren, aber kommt damit nicht weit ... Auch der erarbeitete Vorschlag einer Service und Support Stelle für OER, die bei der rechtssicheren Veröffentlichung von OER unterstützt, müste eine öffentlich finanzierte Einrichtung sein.
  • Wettbewerbe und Leuchtturmprojekte sind wichtig, aber sind für eine strukturelle Verankerung von OER nicht ausreichend. Denn natürlich kann ein OER-Preis für Lehrer, den wir als ein Workshopergebnis vorgeschlagen haben, eine wichtige Motivation und Unterstützung sein. Um im meist stressigen Lehreralltag aber flächendeckend Kolleginnen und Kollegen davon zu begeistern, ihre Unterrichtsmaterialien auch als OER zu veröffentlichen, müsste es dafür auch eine konkrete Gegenleistung geben – beispielsweise in Form von einer Stundenreduzierung für den Unterricht. Dieses Instrument wird in vielen anderen Bereichen eingesetzt. Für OER könnte es ähnlich gestaltet werden.

Die auf dem Workshop gemeinsam erarbeiteten Modelle zur OER-Qualifizierung finden sich auf der Projektwebsite von Mapping OER.

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